Bei der Veranstaltung in der deutschen Kleinstadt Handeloh bei Hamburg, bei der vor rund drei Wochen 29 Menschen mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten, dürfte es sich um ein Treffen einer sektenähnlichen Vereinigung gehandelt haben. Ein kollektiver Drogenrausch brachte die Seminarteilnehmer damals in Lebensgefahr.
Wahnvorstellungen, Atemnot, Krämpfe und Herzrasen. Mit diesen Symptomen wurden 29 Teilnehmer des von einem Anhänger der "Kirschblütengemeinschaft" organisierten Seminars ins Krankenhaus gebracht. Da sich die Organisatoren der Veranstaltung, eine Heilpraktikerin und ein Psychologe, mit Psycholyse befassen, dürften die Vergiftungserscheinungen auf die Einnahme von psychoaktiven Substanzen zurückzuführen sein.
Die "Kirschblütengemeinschaft" wird von dem umstrittenen Schweizer Therapeuten Samuel Widmer geführt und wird von der Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche als "problematisch" eingestuft. Manche bezeichnen die Gemeinschaft auch als Sekte.