Mateschitz: "Red Bull stärkt ganze Liga, auch Rapid"

Max Ullmann gegen Enock Mwepu
Max Ullmann gegen Enock Mwepugepa pictures
Red-Bull-Chef Didi Mateschitz ist mit seiner Fußball-Abteilung vollauf zufrieden. Der Big Boss lobt vor allem seine Salzburger.

Mit Salzburg und Leipzig überwintern gleich zwei Vereine international. Die Deutschen haben es ins Achtelfinale der Champions League geschafft und dabei Manchster United in die Europa League gekickt. Die rot-weiß-roten Bullen haben sich in der Todesgruppe mit Titelverteidiger Bayern und Ateltico Madrid wacker geschlagen und vor Lok Moskau den dritten Platz geholt. Das gefällt auch dem Chef.

Mateschitz sagt bei Laola: "Es ist nicht Aufgabe Salzburgs, in der Champions League weit zu kommen. Wir müssen uns qualifizieren, ja, aber wenn in der Gruppe Platz drei gelingt mit dem jüngsten Team der ganzen Champions League, ist das gut, damit können wir in der Europe League spielen und dort versuchen, so weit wie möglich zu kommen. Und Leipzig kam mit dem zweitjüngsten weiter."

Dass immer wieder Top-Spieler in jungen Jahren abgegeben werden - auch konzernintern von Salzburg nach Leipzig abwandern - wie zuletzt Dominik Szoboszlai - begrüßt der 76-Jährige sogar: "Das ist Bestandteil des Konzepts, Talente zu sichten, die ihren Weg machen können. Fast jedes Jahr konnten wir Talente, die weggingen, gleichwertig durch Nachrücker ersetzen. Und man muss die Wertschöpfung dazurechnen. Da muss ich auch sagen, der Schlüssel zum Konzept ist unser tolles Scouting-Team. Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass aus Salzburg kommende Talente den Weg machen in die Premier League, Bundesliga, Serie A usw.? Die fallen dir ja gar nicht mehr alle ein. Das war unsere Idee, und sie war hervorragend – für Salzburg, für die Akademie. Die wird von Experten zu den besten der Welt gezählt."

Dass die Bullen in der Bundesliga heuer nur mit einem Punkt Vorsprung in die Winterpause gehen, das ist für Mateschitz kein Beinbruch. Er freut sich über die Entwicklung der gesamten Liga.

"Das ist doch hervorragend. Im Fußball wäre es falsch und es passiert auch nicht, dass man nur gewinnt. Selbst eine lange Serie, die wir hatten, ist irgendwann durchbrochen. Jetzt gibt es einen zweiten, dritten, vierten guten Klub in Österreich – das war ja unsere ursprüngliche Intention, das Niveau der Liga zu heben. Mit unserer Philosophie, mit der Jugendarbeit. Wenn man schaut, wie gut sich heuer der LASK schlägt, auch Wolfsberg, Rapid bis vor Kurzem noch, das ist gut für die Stärkung der Liga."

Sportlich läuft es also fast perfekt für Red Bull, doch wie geht's dem Chef persönlich in diesen schwierigen Zeiten? "Bei uns gab es keine Kurzarbeit, wir sind als Unternehmen ohne wirklichen Schaden durch das Jahr gekommen, auch die Nachfrage war nicht weniger groß. Privat ist es anders. Ich weiß nicht, soll ich lachen, weinen, es ist teilweise unerträglich. Man muss nicht mehr alles verstehen."

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