Mathe-Matura – Faßmann brauchte Hilfe beim Durchrechnen

Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) im Rahmen der Stimmauszählung der ÖH-Wahlen
Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) im Rahmen der Stimmauszählung der ÖH-WahlenHERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
Die Mathe-Matura stellte heuer nicht nur die Schüler vor knifflige Aufgaben, selbst Bildungsminister Faßmann musste beim Durchrechnen um Hilfe bitten.

Nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder zu auffälligen Ergebnissen gekommen ist, wurde die Zentralmatura in Mathematik für 2021 von Experten rund um Uni-Wien-Professor Michael Eichmair vollständig überarbeitet. Das Bildungsministerium verbucht die Maßnahme als Erfolg: "Die Noten sind ausgewogener verteilt. Es gibt mehr Sehr gut und weniger Nicht Genügend als im vergangenen Jahr", heißt es gegenüber "Heute".

Faßmann brauchte selbst Hilfe

Zum Einen wurden die Aufgaben weniger textlastig gestaltet, und zum anderen wurde die Gesamtzahl der Punkte von 48 auf 36 reduziert. Beide Matura-Teile werden nun zusammengerechnet und auch die Jahresnote in die Gesamtnote mit einbezogen.

Kritik, dass die Matura "zu leicht" oder gar "geschenkt" sei, will der Bildungsminister nicht gelten lassen: "Die Matura war nicht leichter", so Faßmann voller Überzeugung. Er habe den Selbsttest gewagt und die Aufgaben selbst durchgerechnet, diese aber im Solo-Durchlauf nicht alle lösen können.

"Wenn ich nicht meine Frau, die Mathematik-Lehrerin ist, an meiner Seite hätte, ich hätte es so nicht geschafft", bekräftigt Faßmann. "Bei manchen Beispielen musste sie mir helfen und sagen 'So geht's' und 'Denk doch an diese Lösung'."

"Wer glaubt, dass das eine leichte Matura ist, dem kann ich nur empfehlen: hinsetzen, runterladen die Beispiele und durchrechnen – und Sie werden merken, das ist eine durchaus selektive Matura geblieben."

329 Kandidaten fielen aus

Unter den AHS-Maturanten gab es nach der aktuellen Auswertung nur rund 11,4 Prozent Nicht Genügend, bei den BHS waren es mit 9 Prozent etwas weniger. Der Einbezug der Jahresnote brachte bei vielen Schülern eine Aufwertung ihrer Gesamtnote, verschlechtert wurde diese nur bei 4,9 Prozent (AHS) bzw. 2,2 Prozent (BHS) der Maturanten.

Insgesamt konnten krankheitsbedingt heuer 329 Schüler nicht zum Haupttermin antreten, 34 Oberstufler fielen nach einem positiven Corona-Test aus, 20 wurden als K1-Personen eingestuft und durften nicht dabei sein. All jene, die ein Attest, einen Bescheid oder ein positives Testergebnis vorweisen, können beim schriftlichen Ersatztermin am 8. Juni antreten.

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