Mathea: "Fans sind mir wichtiger als Amadeus"

Ja, 2019 war definitiv ihr Jahr. Im Talk mit "Heute"-Reporter David Slomo, der nebenbei auch ihr Songwriter ist, trank Mathea zwar nur Kinderpunsch, schenkte uns aber trotzdem ein.
Nummer-1-Single, Gold, Platin, eine restlos ausverkaufte Tour: Mathea (21) hat in dem Jahr alles erreicht, was man eigentlich erreichen kann. Und dabei ist sie streng genommen eigentlich eine "Newcomerin". Denn 2018 war ihr Name gerade einmal einigen Nachbarn in ihrer Heimat in Bruck an der Großglocknerstraße ein Begriff. Ein Jahr später kann sie nicht einmal unerkannt auf einen Christkindlmarkt gehen, weshalb sie uns in den Innenhof ihres Studios in Rudolfsheim-Fünfhaus einlädt.

Hit mit Verzögerung



"Bist du nicht die 'Chaos'?", haben ihr junge Fans zuletzt auf einem Weihnachtsmarkt nachgerufen, erklärt sie gleich zu Beginn des Gesprächs. Es störe sie eigentlich nicht, aber für das Interview sei es einfacher, wenn man ein wenig versteckt bleibt. Außerdem ist Mathea gerade am Arbeiten, denn im Frühjahr 2020 soll ihr erstes Album erscheinen. Deshalb geht sie aktuell sowieso nur aus dem Studio, wenn es wirklich sein muss.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Aus diesem Grund zieht es die Chartstürmerin auch während des Interviews in die Musikräume, wo sie ihr Jahr Revue passieren lässt. Wenn sie so zurückblickt, hätte sie nicht gedacht, dass es so enden wird. Im Jänner explodierte ihr Song "2x" quasi über Nacht. Veröffentlicht wurde er eigentlich bereits im Oktober 2018 – doch dann passierte eigentlich nichts damit. Erst nach Neujahr wurden die Radios auf den späteren Hit aufmerksam.

Was danach folgte, gleicht fast einem kleinen Märchen: Ihre Debütsingle kletterte Woche für Woche in den österreichischen Charts nach oben. Am 15. März – fünf Monate nach Release – dann die Krönung: Platz eins! Ein Kunststück, das vor allem im Zeitalter von Streaming und Download eigentlich unüblich ist. Heutzutage steigen die Songs im Normalfall in der ersten Woche hoch ein und springen dann wöchentlich die Chartleiter nach unten.



Außerdem ist Mathea seit 9 Jahren (!) die erste Frau, die es wieder an die Spitze der österreichischen Charts geschafft hat. 2010 war "Helden von Morgen"-Gewinnerin Cornelia Mooswalder ganz oben.

Eine zweite "Eins" wäre noch schön gewesen



Im Anschluss folgten Gold- und Platin-Awards für die Single "2x". Die Erwartungshaltung für den Nachschub war dementsprechend hoch: "Ich habe natürlich dann Angst gehabt vor dem Fall", so die 21-Jährige, "aber das hat mich dann auch angetrieben für 'Chaos'". Denn hin und wieder sei der Begriff "One-Hit-Wonder" im Zusammenhang mit ihrem Namen gefallen. Das wollte sie sich aber nicht gefallen lassen. Zwar schaffte es die Folgesingle nicht ganz an die Spitze, jedoch ist auch Platz 6 in den Charts nicht zu unterschätzen. Gold dafür gab es obendrein noch.



Auf die Frage, ob sie noch irgendetwas im Jahr hätte erreichen wollen, meinte sie dann doch nur: "Eine zweite Nummer-1-Single wäre schön gewesen". Zumindest eine hatte sie aber. Was ihr nicht vergönnt wurde ist ein Amadeus-Award.Zwar ärgert sie sich auch heute noch darüber, jedoch trauert sie der Niederlage nicht mehr wirklich hinterher: "Es ist mir wichtiger, dass mich meine Fans feiern und dass meine Fangemeinschaft noch größer wird."

Tour 2020 wird um einiges größer



Und das wird sie. Fast sekündlich. Zu Beginn des Jahres war bereits klar, dass es im Herbst eine Tour geben wird. Jedoch war es ihr fast schon unangenehm, diese über ihre sozialen Kanäle zu promoten: "Ich dachte, es wird niemand kommen." Am Ende waren die Hallen zu klein. Innerhalb kürzester Zeit gab es keine Tickets mehr. Mathea entschied sich aber gegen eine Hochverlegung. Dafür wird die Tour im kommenden Jahr umso größer. In Wien und Graz wird sogar Open Air gespielt: In der Arena und in Kasematten.

Was sich Mathea dieses Jahr zu Weihnachten wünscht und was ihre Vorsätze für 2020 sind? All das könnt ihr im Video oben nachsehen.

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