Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der gerade erst eingeführten Fahrzeug-Maut in New York angeordnet. Die Genehmigung für das Projekt werde aufgehoben, teilte das Verkehrsministerium mit.
Die Maut sei ein "Schlag ins Gesicht der amerikanischen Arbeiterklasse und Kleinunternehmer", so US-Verkehrsminister Sean Duffy. Die New Yorker Nahverkehrsbehörde kündigte Medien zufolge an, vor Gericht gegen die Abschaffung der Maut vorzugehen.
Trump, der mehrere Immobilien in New York besitzt, hatte von Anfang an gegen die Maut gewettert. Nun schrieb er auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social, dass die Maut tot sei. "Manhattan, und ganz New York, sind gerettet." In Großbuchstaben fügte er hinzu: "Lang lebe der König." Der X-Account des Weißen Hauses veröffentlichte kurz darauf ein KI-generiertes Bild, auf dem Trump vor der New Yorker Skyline zu sehen ist und eine Krone trägt.
Die demokratische Gouverneurin des Staates New York, Kathy Hochul, wollte sich noch nicht geschlagen geben. Die Verkehrsbehörde des Staates habe bereits eine Klage eingereicht, um die City-Maut zu erhalten, teilte sie mit. "Wir sind ein Land der Gesetze und werden nicht von einem König regiert", schrieb Hochul. "Wir sehen uns vor Gericht."
Auch J. B. Pritzker, demokratischer Gouverneur von Illinois, äußert sich kritisch: "Wir haben in Amerika keine Könige, und ich werde mich vor keinem verbeugen."