"Bei 3.000 Neuinfektionen pro Tag mit steigender Tendenz und einer niedrigen Impfrate sind weitere Lockerungen ein viel zu großes Risiko", warnte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner am heutigen Samstag eindringlich – "Heute" berichtete. Bei dem Krisengipfel am Montag will die türkis-grüne Regierung mit Experten und Landeshauptleuten über weitere Lockerungen oder eben auch Verschärfungen entscheiden.
Obwohl durch die hohen Infektionszahlen alles auf einen weiteren Lockdown hindeutet, will Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) den eingeschlagenen Weg offenbar weiterverfolgen. In einem Social-Media-Video wandte er sich am Samstag an die Bevölkerung und erklärte, warum er gegen einen Dauerlockdown ist.
"Wenn man immer im Dauerlockdown ist, dann hat man relativ niedrige Zahlen, aber einen maximalen wirtschaftlichen Schaden und für die Menschen wird das immer schwerer zu ertragen", so der Regierungschef.
Persönliche Belastung, auch die psychischen Auswirkungen für die Menschen würden immer dramatischer. Insbesondere Schulschließungen seien für die Bildungspolitik und auch sozialpolitisch eine riesen Herausforderung.
"Insofern ist die ganze Pandemie immer ein Abwägen", sagte der Kanzler abschließend: "Ein Abwägen, wie man die Gesundheit der Menschen, aber auch ein Maximum an Freiheit und wirtschaftliche und bildungspolitische Fragen miteinander in Einklang bringen kann."