Mehr als die Hälfte ist klar gegen halben Karfeiertag

Ab 14 Uhr frei für alle: Auf diese Karfreitag-Lösung hat sich Türkis-Blau geeinigt. Gestern verteidigten die Regierungskoordinatoren den Kompromiss. Die große Mehrheit der Österreicher lehnt ihn aber ab.

Nicht nur Opposition, Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Kirche üben scharfe Kritik an der halbherzigen Lösung der Regierung, auch die Österreicher lehnen den halben Karfreitag ab.

41 % sagen, ein ganzer Feiertag wäre besser, 14 % kritisieren,

dass evangelische Christen einen halben Feiertag verlieren – das ist Ergebnis einer (nicht repräsentativen) heute.at-Umfrage (2.100 Teilnehmer).

Weitere 23 % halten die Lösung für sinnlos, weil am Ende erst alle zum Arbeiten gezwungen würden. Nur 12 % sehen einen guten Kompromiss.

"Keine Benachteiligung Evangelischer"

Gestern mussten die Regierungskoordinatoren Gernot Blümel und Norbert Hofer zur Verteidigung ausrücken. Der Kompromiss sei möglichst nahe an der ursprünglichen Lösung, argumentierte Blümel. Eine Benachteiligung Evangelischer sehe er nicht, so Hofer:

"Ich bin selbst evangelisch und fühle mich nicht als Mensch zweiter Klasse." Blümel hatte vor wenigen Wochen der evangelischen Kirche noch versprochen, dass mit der Neuregelung niemand verlieren werde – allerdings haben Evangelische jetzt einen halben Feiertag weniger …

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsPolitikReligionFPÖNorbert Hofer

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