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Mehr als die Hälfte will Corona-App verweigern

Heute Redaktion
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Großteils finden die Österreicher die Regierungsmaßnahmen sinnvoll, wie eine aktuelle Umfrage bestätigt. Die große Ausnahme ist allerdings die Corona-App.

Die Zustimmungswerte der türkis-grünen Bundesregierung sind weiterhin hoch und auch die Maßnahmen gegen das Coronavirus sind für den deutlich überwiegenden Teil der Österreicher eher oder gar sehr sinnvoll. Das Ergab eine repräsentative Umfrage von "Marktagent".

Allerdings gibt es eine Maßnahme, die sich wenig Zustimmung erfreut. Die freiwillige "Stopp Corona"-App des Roten Kreuzes, die die Bundesregierung empfiehlt, kommt nicht sehr gut an. Mehr als die Hälfte – 55 Prozent – der Befragten kann es sich eher weniger oder gar nicht vorstellen, die App auf dem Handy zu installieren.

Das überrascht insofern, als eigentlich nur ein Drittel der Befragten die App wenig oder gar nicht sinnvoll findet. Ein nicht geringer Teil der Österreicher sieht die App also als zumindest teilweise sinnvoll an, will sie aber trotzdem nicht installieren.

Datenschutz- und Privatsphäre-Bedenken

Die Gründe dafür haben vor allem mit Privatsphäre und Datenschutz zu tun. Als häufigste Gründe nennen die Befragten "Das ist mir ein zu großer Eingriff in meine Privatsphäre" (57,7%), "Ich habe Bedenken bezüglich des Datenschutzes" (56%), "Ich halte mich ohnehin von anderen Personen entsprechend fern" (53,1%), "Ich möchte Bluetooth / Standortfreigabe am Handy nicht (dauernd) aktivieren" (45,2%) und "Ich weiß nicht genau, was mit meinen Daten passiert" (44%).

Hohe Zustimmung bei Maskenpflicht

Die vielerorts eingeführte Schutzmaskenpflicht in der Öffentlichkeit ist in der Bevölkerung im Gegenzug kaum umstritten. 75 Prozent erachten sie als eher oder sogar sehr sinnvoll, auch wenn mehr als die Hälfte die Masken im Alltag als störend empfinden.

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