Umgestaltung am Alsergrund

Mehr Bäume, weniger Verkehr – die neue Servitengasse

Ein halbes Jahr dauerte der Umbau, nun ist die neue Servitengasse offiziell eröffnet. Der zentrale Teil wurde dabei zur Fußgängerstraße.
Wien Heute
23.11.2023, 17:48
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Im April 2023 starteten bereits erste Grabungs- und Leitungsarbeiten rund um die berühmte Servitengasse am Alsergrund, die für ihre historischen Häuser und französischen Lokale bekannt ist. Danach starteten die Umbauarbeiten. Nun wurde die fertig gestaltete Gasse feierlich eröffnet.

Wasserspiel, Bäume und Platz für Fußgänger

Der Kernbereich, auf Höhe Grünentorgasse, und die Grünentorgasse bis zur Müllnergasse, wurden zur Fußgängerzone. Dort ist kein Auto- und LKW-Verkehr erlaubt, lediglich Lieferungen sind zu bestimmten Zeiten möglich. Radfahren ist kein Problem. Der Abschnitt zwischen Grünentorgasse und Pramergasse wurde zur Wohnstraße umgewandelt. Die Zufahrt von der Hahngasse bis zur Pramergasse ist erlaubt. Ebenerdige Planung schuf zudem Barrierefreiheit für alle Besucher.

Über 330 Quadratmeter an neuen Grünflächen und elf zusätzliche Bäume wurden nach dem Schwammstadtprinzip gepflanzt. Das bedeutet, Regenwasser wird zur Bewässerung gespeichert und genutzt. Zudem finden sich in dem beliebten Viertel nun ein neues Wasserspiel und ein Trinkbrunnen sowie 27 neue Sitzmöglichkeiten. Auch die LED-Beleuchtung wurde verbessert. Anrainer, soziale Einrichtungen und Kleinunternehmer wurden in das Projekt eingebunden, auch ein Bürgerbeteiligungsverfahren fand statt. 

"Verkehrsberuhigung trägt zu guten Zusammenleben bei"

"Aktive Klimapolitik auf lokaler Ebene ist mir ein großes Anliegen", betont Bezirkschefin Saya Ahmad (SPÖ) bei der Eröffnung. "Mit dem verkehrsberuhigten Servitenviertel treten wir sowohl den Auswirkungen, als auch den Ursachen der Klimakrise entgegen und schaffen gleichzeitig ein barrierefreies Grätzlzentrum, das zu einem guten und verkehrssicheren Miteinander für alle Generationen im Bezirk beiträgt. Für uns ist jedenfalls klar: Fußgänger und Radfahrer haben bei der Gestaltung des öffentlichen Raums Vorrang!"

Stellvertreter Christian Sapetschnig ergänzt: "Mit verkehrsfreien Grätzlzentren rückt die Nachbarschaft mehr zusammen, es gibt konsumfreien und barrierefreien Raum zum Flanieren und zur Erholung an der frischen Luft, Eltern können ihre Kinder sorgenfrei spielen lassen und Kleinunternehmer freuen sich über mehr Laufkundschaft. Kurzum: Verkehrsberuhigung trägt zu einem guten Zusammenleben im Bezirk bei."

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