Mehr Geld für die Wiener Ein-Personen-Unternehmen

Um den EPU in Wien durch die Coronakrise zu helfen, erhöht Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) die Förderungen. Pro Projekt sind bis zu 10.000 Euro Unterstützung möglich.
Um den EPU in Wien durch die Coronakrise zu helfen, erhöht Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) die Förderungen. Pro Projekt sind bis zu 10.000 Euro Unterstützung möglich.Sabine Hertel
Der 5. Lockdown in Wien trifft die kleinen Betriebe mit voller Wucht. Daher gibt die Stadt nun mehr Förderungen frei und erleichtert den Zugang.

Der mittlerweile fünfte Lockdown in Wien endet für den Handel und körpernahe Dienstleistungen am kommenden Montag, die Gastro und Hotellerie darf erst am 20. Dezember wieder aufsperren, wir haben berichtet.

Die erneute dreiwöchige Zwangspause trifft vor allem die Wiener Ein-Personen-Unternehmen mit voller Wucht. Daher intensivieren die Stadt Wien und die Wirtschaftsagentur Wien ihre Bemühungen zur Stärkung der Wiener Ein-Personen Unternehmen. Für EPU (Einzel-Personen-Unternehmen), die ihr Geschäftsmodell verändern oder weiterentwickeln möchten, gibt es nun mehr Fördergeld und erleichterte Förderbedingungen.

Förderquote wird auf 60 Prozent erhöht

Im Rahmen der EPU-Förderung Neu gibt es in Zukunft 10.000 Euro pro Projekt, die Förderquote wird auf 60 Prozent erhöht. Dazu können sich die EPU ab sofort bei der Wirtschaftsagentur Wien beraten lassen, die Förderung kann ab 1. Jänner eingereicht werden.

"Die 65.000 Wiener EPU sind das Rückgrat der Wiener Wirtschaft. Daher haben wir unsere Spezial-Förderung für diese Zielgruppe verstärkt. Wiener EPU bekommen jetzt mehr Geld und vor allem einen leichteren Zugang zur Förderung. Damit wollen wir dazu beitragen, dass Investitionen möglich und die Betriebe krisenfester werden", erklärt Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ).

Erste Förderung nur für EPU 

Schon im April schufen Stadt und Wirtschaftsagentur eine eigene EPU-Förderung. Ziel war es, die Unternehmen zu unterstützen, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und damit nachhaltig in die Zukunft ihres Unternehmens zu investieren. Gefördert werden neben den projektbezogenen Investitionen auch Personalkosten des Unternehmens, also die Arbeitszeit des EPU.

"Die Wiener EPU leisten einen entscheidenden Beitrag zur unternehmerischen Vielfalt und Krisenfestigkeit der Wiener Wirtschaft. Damit sich noch mehr EPU trauen, in die Zukunft ihres Unternehmens zu investieren, machen wir unser Angebot leichter zugänglich und attraktiver", so Neos Wien-Wirtschaftssprecher Markus Ornig.

EPU-Förderung insgesamt 10 Millionen Euro schwer

Im Fördertopf der Wirtschaftsagentur Wien stehen für die Wiener EPU insgesamt 10 Millionen Euro bereit. Bisher wurden 238 Projekte mit 1,36 Mio. Euro unterstützt. Mit der jetzt erfolgten Anpassung wird die Fördersumme von 7.000 Euro auf 10.000 Euro erhöht. Die Laufzeit der Förderung wird bis Ende 2022 verlängert. Die Förderquote wurde auf 60 Prozent (davor 50 Prozent) erhöht. Förderquote 60% bedeutet: Investiert ein Unternehmen 1.000 Euro, so erhält es 600 Euro Förderung. Auch die Mindestsumme wurde auf 1.000 Euro herabgesetzt, dadurch können jetzt auch Kleinstprojekte umgesetzt werden. Mehr Informationen dazu auf wirtschaftsagentur.at.

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