Oberösterreich

Trotz Corona – Dauer der Krankenstände ist gesunken

Eine aktuelle AK-Meldung nennt die vier häufigsten Gründe für einen Krankenstand – Anzahl der psychischen Erkrankungen sind deutlich steigend.
Johannes Rausch
26.06.2022, 17:42

Die Anzahl der Krankenstände in Oberösterreich im Jahr 2021 ist im Vergleich zu 2020 angestiegen - die durchschnittliche Dauer eines Krankenstandes jedoch gesunken. Das geht aus ÖGK-Zahlen hervor, die in einer aktuellen AK-Meldung zitiert werden.

Bemerkenswert ist vor allem, dass die vier häufigsten Gründe für rund zwei Drittel aller Krankenstandstage verantwortlich sind (siehe Infobox unten): So lässt sich ein Viertel davon auf eine Erkrankung des Muskel-Skelett-Systems herleiten.

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„"Es darf nicht um reine Zahlenkosmetik gehen, sondern Ziel muss es sein, krank machende Arbeitsbedingungen zu bekämpfen." (AK-Präsident Andreas Stangl)“

Die vier häufigsten Gründe für einen Krankenstand im Jahr 2021 laut ÖGK:

Erkrankung des Muskel-Skelett-Systems (ca. 25%)

Verletzung oder Vergiftung (19%)

Atemwegserkrankungen (ca. 15%)

psychische Erkrankung (11%)

Zu den vier erwähnten Gründen meint AK OÖ-Präsident Andreas Stangl: "Wen nur diese vier Ursachen für einen so hohen Anteil an den Krankenstandstagen verantwortlich sind, dann braucht es wirksame und gezielte präventive Maßnahmen." Insbesondere steigt die Zahl der Krankenstände aufgrund psychischer Probleme.

Dazu meint Stangl: "Es darf hier nicht einfach weiter zugesehen werden. Es braucht eine vernünftige psychische Versorgung für alle." 

Schließlich waren die Krankenstandstage aufgrund von psychischen Erkrankungen im Jahr 2021 höher als zuvor (mehr als 823.000 Krankenstandstage). Außerdem ist in diesem Bereich ebenfalls die durchschnittliche Dauer eines Krankenstands stark gestiegen.