Mehr Platz für Mariahilfer Volksschul-Kinder

Für 15,5 Mio. Euro wurde die Volksschule Mittelgasse erweitert. Den Schülern sowie den Kinder des benachbarten Kindergartens stehen nun neue Grünflächen zur Verfügung.

Der Bedarf an Schulräumen und anderen Bildungseinrichtungen steigt. Und das nicht nur in den Wiener Stadterweiterungsgebieten, sondern auch im dichtbebauten innerstädtischen Bereich. Für die Schüler der Volksschule Mittelgasse hat die Platzmisere jetzt aber ein Ende. In rund einem Jahr Bauzeit ist hier ein neuer Zubau entstanden, der Platz für neun neue ganztägig geführte Volksschulklassen bietet.

Die Bildungsräume beinhalten Multifunktionszonen, daneben wurde ein Speisesaal inklusive Aufwärmküche sowie ein Turnsaal errichtet, der in der schulfreien Zeit auch von Sportvereinen genutzt werden kann. Heute, Donnerstag, wurden die neuen Räume durch Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky, Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (beide SPÖ), Wiener Schulen-Abteilungsleiter Robert Oppenauer und Wien Holding-Geschäftsführerin Sigrid Oblak feierlich eröffnet.

Zubau sorgte im Vorfeld für Proteste

Im Vorfeld hatte die Erweiterung der Volksschule Mittelgasse (Mariahilf) für Aufregung bei Anrainern gesorgt. Sie befürchteten, dass durch den geplanten Zubau die Spielwiese des angrenzenden Parks verbaut wird – "Heute" hat berichtet.

Stadt und Bezirk reagierten auf die Sorgen mit der Einrichtung einer Infobox, bei der sich Anwohner über das Projekt informieren konnten. Daraufhin habe sich die Situation deutlich entspannt, heißt es bei der Stadt.

Mehr grüne Frei- und Spielräume

Besonderes Augenmerk wurde im Zuge der Schulerweiterung auf die Ausgestaltung der Freiflächen gelegt. Wie diese genau aussehen soll, wurde laut der Stadt gemeinsam mit Vertretern des Bezirks, der Schulleitung, der Leitung des benachbarten Kindergartens sowie Elternvertretern erarbeitet. Entschieden wurde dabei etwa die Errichtung einer kleinkindgerechten Mehrzweckspiel- und Sportfläche vor der Ganztagsvolksschule.

Über eine Böschung mit Hangrutsche wurde der Bereich mit der restlichen Grünfläche verbunden und im Schulgarten kann jetzt ein Naschgarten angelegt werden. Die Grünfläche wurde ebenfalls mit Spielgeräten sowie mit Sitzgelegenheiten und einer Sandkiste ausgestattet. Im Garten wurden neue Bäume gesetzt und der Zaun des Ballspielkäfigs mit Kletterpflanzen begrünt.

Der neue Zubau bietet Platz für neun neue ganztägig geführte Volksschulklassen:

(Bild: PID/Martin Votava)

Gemeinsame Nutzung durch Volksschule und Kindergarten

Durch den Zubau sei einerseits mehr Schulraum geschaffen worden, andererseits profitieren auch Vereine durch die Nutzungsmöglichkeit der Turnhalle sowie auch die Kinder des benachbarten Kindergartens durch die Neugestaltung der Grün- und Freiräume von dieser innerstädtischen Schulerweiterung. "Auf engstem Raum hat die Stadt Wien hier moderne Bildungsräume mit Mehrwert geschaffen", freut sich Czernohorszky.



Beste Voraussetzungen für moderne qualitätsvolle Pädagogik sieht der Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer. "Die zusätzlichen Bewegungsräume und Freiflächen garantieren überdies, dass die Kinder in ihrer Schule künftig nicht nur noch besser lernen, sondern dabei auch noch mehr Spaß haben werden", betont er.



Bezirkschef Rumelhart freut sich, dass es geschafft wurde, einen Ort zum Verweilen, Spielen und Bewegen für Kinder aus der Schule und aus dem Kindergarten zu entwerfen. Die Mehrzweckflächen, der Grünraum und die darauf geplanten Spielgeräte und Erlebnismöglichkeiten werden den Kindern viel Freude bereiten, ist er sicher.



Umbau bei laufendem Schulbetrieb

Umgesetzt wurde das rund 15,5 Millionen teure Projekt von der WIP Wiener Infrastrukturprojekt GmbH, einem Unternehmen der Wien Holding-Tochter WSE Wiener Standortentwicklung, im Auftrag der Stadt Wien - Wiener Schulen in enger Kooperation mit der Stadtbaudirektion Wien.

Der Umbau zu einer "zeitgemäßen Schulerweiterung mit einem clusterbasierten Grundrisskonzept" ist bei laufendem Betrieb erfolgt.

Umbau als Start für neues Bildungszentrum



Künftig soll an dem Standort nach Wünschen des Bezirks ein "Bildungsgrätzl" etablieren. Dabei ergänzen sich Bücherei, Volkshochschule, Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen und bereichern die jeweils anderen Angebote. Für Schüler, Lehrer sowie die Bewohner der Bildungszentrum-Umgebung sollen so neue Chancen entstehen.

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