Die Serie an beschädigten Grabstellen in Niederösterreich reißt nicht ab. Mittlerweile gibt es bereits Fälle in zehn Bezirken in NÖ. Zuletzt kamen Anzeigen in den Bezirken Hollabrunn, Waidhofen an der Thaya und Mödling dazu, wie Polizeisprecherin Manuela Weinkirn am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Die Polizei ermittelt generell wegen des Verdachts auf Einbruchsdiebstahl und Störung der Totenruhe.
Im Ort Thaya (Bezirk Waidhofen an der Thaya) sollen zuletzt laut "ORF NÖ" zumindest sechs Grababdeckungen verschoben worden sein. In Rohrbach, einer Katastralgemeinde von Ziersdorf (Bezirk Hollabrunn), wurde im Mai ein Schaden an einem Erdgrab gemeldet. Am Mittwoch wurde außerdem ein Fall in Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) bekannt. Laut einer Anzeige von Anfang Mai dürften dort zumindest zwei Grüfte aufgebrochen worden sein.
Bisher gab es auch schon Fälle in den Bezirken Krems, Wiener Neustadt, Tulln, Baden, Mistelbach, Korneuburg und Bruck an der Leitha. Seit April 2025 hat die Polizei insgesamt 21 Vorfälle auf Friedhöfen in Niederösterreich sowie eine Anzeige in Parndorf (Bezirk Neusiedl am See) im Burgenland registriert.
Da bei einigen Leichen Zähne fehlten oder Teile des Kiefers herausgebrochen waren, wird vermutet, dass in mehreren Fällen auch Goldzähne gestohlen wurden. Die Behörden bitten um Hinweise an jede Polizeidienststelle oder direkt an das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 059 133 30-3333.