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Mehrere Tote nach alternativer Krebstherapie

In Deutschland sind vier von sechs Patienten eines alternativen Krebszentrums nach der Behandlung gestorben. Die Ursachen sind noch unklar.
Heute Redaktion
14.09.2021, 01:30

Die Patienten hatte sich einer alternativen Krebsbehandlung unterzogen. Vier von ihnen sind jetzt tot, zwei befinden sich im Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Die Betroffenen stammen aus Belgien und den Niederlanden.

Die Polizei wird nun ermitteln, ob die Todesfälle mit den verabreichten Mitteln in Zusammenhang stehen. Obduktionen wurden angeordnet. Eine der Verstorbenen habe kurz vor ihrem Tod über Kopfschmerzen geklagt, sei verwirrt gewesen und schließlich nicht mehr ansprechbar.
Die alternative Therapie der sie sich, gemeinsam mit fünf weiteren Patienten, unterzogen hat, dauerte zehn Wochen und kostete knapp 10.000 Euro. Auf der Website der Einrichtung heißt es, dass die "Hauptbehandlung" Krebszellen absterben lasse, es gäbe "intravenöse Behandlungen mit nichttoxischen Stoffen".

Das verwendete Präparat 3-Bromopyruvat ist laut dem Krebsinformationsdienst in Heidelberg nicht unbedenklich. Der Stoff befinde sich derzeit noch in der experimentellen Grundlagenforschung.

Die holländische Polizei sucht nun nach weiteren Personen, die sich im Biologischen Krebszentrum in Brüggen-Bracht behandeln ließen: Es besteht ein "konkretes Gesundheitsrisiko".