63 Prozent der Jugendlichen kennen Humane Papillomaviren (HPV) nicht. Das ergab eine Studie, die ein Schüler im Rahmen einer vorwissenschaftlichen Arbeit an seiner Schule - dem Bundesgymnasium Dornbirn - durchführte.
63 Prozent der Jugendlichen kennen Humane Papillomaviren (HPV) nicht. Das ergab eine Studie, die ein Schüler im Rahmen einer vorwissenschaftlichen Arbeit an seiner Schule – dem Bundesgymnasium Dornbirn – durchführte.
Das Ergebnis war für den Autor der Studie, Alexander Schäppi, schockierend: 63 Prozent der Befragten haben noch nie von Humanen Papillomaviren (HPV) gehört. 85 Prozent sind nicht geimpft. Aufgrund mangelnden Wissens sind 57 Prozent dagegen, sich impfen zu lassen. Dabei werden HPV-Viren beim Geschlechtsverkehr leicht übertragen und gehören zu den weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen.
Vorwissenschaftliche Arbeit
Im Rahmen seiner Arbeit befasste sich der 18-jährige Dornbirner intensiv mit dem Thema HPV und Jugend. Zunächst eruierte den aktuellen Wissensstand. In Gesprächen mit seinen MitschülerInnen stellte er fest, dass ihnen dieses Thema weitgehend unbekannt ist.
Nach der Auswertung der Befragung führte er mit dem Innsbrucker Universitätsprofessor Reinhard Höpfl ein Experteninterview. Nach dessen Meinung ist die Ablehnung gegen die HPV-Impfung auf eine Vielzahl von Gründe wie fehlende Aufklärung, niedriger Bildungsstand, schwaches Gesundheitswesen und niedriger sozioökonomischer Status zurückzuführen
Impfprogramm
Es ist bewiesen, dass Humane Papillomaviren Gebärmutterhals-, Scheiden-, Penis- oder Mundhöhlenkarzinome verursachen. Im Februar 2014 hat das österreichische Gesundheitsministerium die HPV-Impfung in das Nationale Kinderimpfprogramm aufgenommen.
Übertragungswege der Infektion
Hauptübertragungswege sind sexuelle Kontakte. Hier vor allem Vaginal-, Anal- und Oralverkehr ohne Kondom. Die zusammengefassten Ergebnisse bisheriger randomisiert-kontrollierter klinischer Studien zeigen, dass die Impfung bei jungen Mädchen das Auftreten von Krebsvorstufen deutlich verringert.