Mehrheit in weiter Ferne: Türkis-grün verliert weiter

Wahlplakate 2019
Wahlplakate 2019Ernst Weingartner / picturedesk.com
Was würdest du wählen, wenn morgen Nationalratswahl wäre? Immer weniger Österreicher würden ihr Kreuz bei den Regierungsparteien machen.

Ist es das undurchsichtige Krisenmanagement oder die nicht abreißen wollende Serie an Ermittlungen zu Ministern und Beamten? Die genauen Motive der Befragten wurden leider nicht erhoben, doch eines zeigt sich deutlich: Die Regierung verliert an Zustimmung.

800 Österreicher wurden im Auftrag von "Profil" durch Unique research befragt, welche Partei sie aktuell wählen würden. Dabei zeigt sich, dass eine Regierungsmehrheit in immer weitere Ferne rückt. Davon profitiert die Opposition, Norbert Hofer fordert vielleicht auch deswegen aktuell Neuwahlen.

45 Prozent für türkis-grün

Zwar hält sich die ÖVP auch weiterhin mit deutlichem Vorsprung auf dem ersten Platz, aber mit 35 Prozent steht man aktuell so schlecht da, wie seit September 2019 nicht mehr. Gegenüber der letzten Umfrage verliert die Volkspartei ein Prozent. Im Vergleich zur vergangenen Nationalratswahl würde man damit 2,5 Prozent weniger erreichen.

Keinen Grund zur Freude haben auch die Grünen, die mit zehn Prozent unverändert auf dem letzten Platz liegen. Das wären ganze 3,9 Prozent Minus im Vergleich zu 2019. Deutlich zulegen konnten nicht nur die NEOS (nun mit +1 auf 12 Prozent), sondern auch die SPÖ (+1 auf 24 Prozent) und die FPÖ (+1 auf 17 Prozent).

Kanzlerfrage

Die größte Bewegung bei der Kanzlerfrage gab es für Sebastian Kurz – allerdings ins negative. Zwei Prozent weniger, also genau drei von zehn Österreichern, würden dem amtierenden Bundeskanzler ihre Stimme geben. Auch Vizekanzler Werner Kogler verliert eines und kommt nur noch auf vier Prozent.

Unverändert liegt am zweiten Platz Pamela Rendi-Wagner (SPÖ, 15 Prozent), gefolgt von Norbert Hofer (FPÖ, elf Prozent, +1) und Beate Meinl-Reisinger (NEOS, sieben Prozent, +1).

Bevölkerung steht hinter WKStA

Aus aktuellem Anlass gab es auch die Frage, wie das aktuelle Vorgehen der Justiz zu bewerten ist. Insbesondere die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft WKStA ist dabei einem Dauerfeuer ausgesetzt. Zum Stichwort "Hausdurchsuchungen bei aktuellen und ehemaligen ÖVP-Ministern" beurteilen allerdings nur neun Prozent die Untersuchungen für "überschießend".

Wiederum 20 Prozent finden das Vorgehen gar "zu nachlässig", 54 Prozent halten es für "angemessen". Neun Prozent konnten keine Angabe machen.

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