"Meinen Kindern soll es nicht so dreckig gehen wie mir"

Die Eltern von Benjamin (7) und Robin (5) haben sich dazu entschlossen, ihre Kinder am vergangen Mittwoch impfen zu lassen.
Die Eltern von Benjamin (7) und Robin (5) haben sich dazu entschlossen, ihre Kinder am vergangen Mittwoch impfen zu lassen.(Symbolbild) Getty Images/iStockphoto
Die "Off-Label" Impfung für Kinder unter 12 Jahren kann bereits verabreicht werden. Zwei Buben wurden am Mittwoch geimpft. Das sagen die Eltern.

Die Eltern von dem siebenjährigen Benjamin und dem fünfjährigen Robin aus dem Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich, erkundigten sich bei einer Auffrischung der Zeckenimpfung vor zwei Wochen beim Kinderarzt: "Ich wollte einfach wissen, wann es denn nun möglich wäre, meine Buben gegen Corona impfen zu lassen", sagt Mutter Daniela B. Sie trug die Namen ihrer Kinder in eine Liste ein und erhielt auch prompt den Impftermin am 13. Oktober.

Tapfer und ohne Tränen

Zu diesem Termin, stellten sie fest, dass sie längst nicht die Einzigen waren, die an diesem Tag die "Off-Label" Impfung für ihre Kinder in Anspruch nahmen. "Vor der Kinderarztpraxis hatte sich eine ordentliche Schlange gebildet", erzählt die Mutter. Die Buben waren tapfer und bekamen den kleinen Pieks kaum mit und die Mediziner achteten darauf, dass sie den Stich auf den nicht dominanten Arm setzten. "Der Kinderarzt gab sogar grünes Licht für das Tennistraining am selben Tag und meinte nur, dass er nichts dagegen hätte, wenn sich die Kids fit genug fühlen", so Daniela B. 

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Keine Nebenwirkungen

"Am darauffolgenden Tag, war Benjamin ein bisschen müde", meinte Papa Oliver B. sagte aber im selben Atemzug: "Es war aber auch ein anstrengender Tag in der Schule". Ansonsten berichteten die Eltern nur von dem üblichen "Muskelkater" bei der Einstichstelle. Auf unsere Frage, warum sie denn nun ihre Kinder so schnell impfen lassen wollten, zählten die Eltern folgende Gründe auf:

ZUSATZINFORMATION:

Der praktische-, sowie der Kinderarzt befürworteten die Impfung der zwei kleinen Buben und Anfang November soll bereits der zweite Stich folgen.

Benjamin und Robin bekamen eine 1/3 Impfdosis eines Erwachsenen von Pfizer/Biontech.

Daniela B. gehört zu den Genesenen. "Ich hatte dieses fiese Virus und habe alles Menschenmögliche getan, um die Ansteckung bei meinen Buben zu vermeiden", so die Mutter. Abgesehen davon, dass es ihr trotz "mildem Verlauf" und Aufenthalt zuhause sehr schlecht ging, sie nur im Sitzen schlafen konnte, weil sie sonst dachte sie müsse ersticken, bewies die besorgte Mutter eine großartige Konsequenz. "Ich lief nur mit Maske durch das Haus, desinfizierte ständig alles, trug Handschuhe beim Kochen und beim "UNO" spielen und betete zu Gott, dass meine Kinder nicht angesteckt würden", so Daniela B. Besonders die zwangläufig ausgefallenen Kuscheleinheiten waren für die Mutter und die Kinder besonders hart: "Meine zwei Buben werden gerne geknuddelt, also musste ich mir etwas einfallen lassen und stellte mich hinter Oliver, sagte den Kindern, sie sollen ihn ganz fest umarmen und sich vorstellen, dass ich es sei".

"Ich bin hart im Nehmen, aber das Virus brachte auch mich an meine Grenzen und deshalb will ich das meinen Kindern ersparen", so die Mutter und Vater Oliver B. warf ein: "Die Kids sind die letzten Ungeschützten. Benjamin wird für die Schule dreimal wöchentlich getestet und darf auch sonst nirgends hin ohne Test. Das ist doch nicht lustig, für ein Kind, oder?"

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