Politik

Meinungsforscher rechnen mit Mehrheit für Wehrpflicht

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:17

Die Meinungsforscher gehen weiter davon aus, dass die Wehrpflicht bei der Volksbefragung am 20. Jänner eine Mehrheit bekommen wird. Es sei auch in den letzten Wochen "kein sensationeller Stimmungsumschwung spürbar gewesen", meinte etwa David Pfarrhofer vom "market"-Institut.

eine Mehrheit bekommen wird. Es sei auch in den letzten Wochen "kein sensationeller Stimmungsumschwung spürbar gewesen", meinte etwa David Pfarrhofer vom "market"-Institut.

Auch Peter Hajek ("Public Opinion Strategies") geht nicht davon aus, dass die letzten Wochen noch eine gröbere Veränderung gebracht haben könnten. Gleichzeitig betonte Hajek, dass man anhand der bisherigen Umfragen nicht seriös sagen könne, wie die Befragung ausgeht. Die meisten Samples seien zu gering gewesen, bei Befragungen von 400 oder 500 Personen, von denen auch noch ein guter Teil gar nicht zur Befragung hingehen wird, sei die Aussage zu gering. Die Umfrage seines Instituts im Dezember - damals unter 1.000 Personen - hatte ebenfalls eine Mehrheit für die Wehrpflicht ergeben.



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Er sehe zwar auch jetzt die Wehrpflicht im Vorteil, traue sich aber keine genauere Einschätzung zu, so Hajek. Auch OGM-Chef Wolfgang Bachmayer glaubt an eine Mehrheit für die Wehrpflicht: "Mich würde es noch immer wundern, wenn das Ganze dreht."

Mobilisierung

Einig sind sich die Experten, dass es vor allem auf die Mobilisierung ankommen werde. Die SPÖ habe die Problematik, dass die eigene Wählerschaft gespalten sei, sagte Hajek. Auch Pfarrhofer verwies darauf, dass die SPÖ-Wähler erst davon überzeugt werden müssen, dass der Wechsel hin zum Berufsheer das Richtige ist. Die ÖVP habe es mit der Mobilisierung leichter, weil der Großteil ihrer Wähler schon eher überzeugt ist vom Kurs ihrer Partei. Pfarrhofer geht nach wie vor davon aus, dass nicht mehr als 40 Prozent der Wahlberechtigten zur Befragung gehen werden.

Für Bachmayer haben die Parteien - im Gegensatz zur Zeit vor Weihnachten - nun "doch eine Kampagne" begonnen. Für den Experten ist es allerdings fraglich, ob durch die nun auch teilweise eingesetzten "Schmutzkübeln" nicht ein gegenteiliger Effekt bewirkt wurde: Zwar könnte dies bei den eigenen Mitgliedern und Stammwählern zu einer Mobilisierung führen, "aber insgesamt betrachtet vielleicht nicht".

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