Sex zwischen Mars- und Erd-Menschen wäre tödlich

Was ein Leben am Mars angeht, sind Elon Musk und die NASA optimistisch. Evolutionsforscher, die das Entstehen von Mutationen vermuten, weniger.
Der Entdeckergeist ist unerschütterlich. Bereits vor einiger Zeit hat SpaceX-Chef Elon Musk angekündigt, er wolle den Mars besiedeln und Menschen mit einem Raumschiff namens Starhopper dorthin bringen.



Geplant ist die erste Mission für 2025, um der NASA, welche die erste bemannte Mars-Mission in den 2030ern durchführen will, vorzukommen. Nicht jeder Wissenschaftler teilt die Euphorie solcher pilgernder Pilotprojekte engagierter Entdecker. Evolutionsforscher äußern Skepsis darüber, dass sich diese weniger Gedanken um die tatsächlichen Lebensbedingungen machen würden. Sie vermuten, dass es dann zu einer Spaltung der Menschheit kommen würde - die in vielen Fällen tödlich enden könnte.



Körperliche Veränderungen mit tödlichen Folgen

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Gegenüber Inverse schilderte Evolutionsforscher Scott Solomon, dass sich beim Prozess der Einstellung an die lebensfeindlichen Bedingungen die DNA drastisch ändern würde. Solche Anpassungen an neue Extrembedingungen dauern oft über mehrere Generationen. Wie wir aus der Evolutionsgeschichte wissen, überlebt die erste Generation den Prozess selten.

Die durch die klimatischen Bedingungen entstehenden Veränderungen im menschlichen Körper könnten wiederum dazu führen, dass Menschen teilweise aussterben - und die entstehenden Mars-Menschen nicht mehr viel mit denen auf der Erde gemeinsam haben, sodass letztere ihnen sogar zum Verhängnis werden könnten. Sex zwischen Mars- und Erd-Mensch könnte durch einige Unterschiede möglicherweise tödlich für den Mars-Bewohner sein.

Laut den Forschern sind einige körperliche Veränderungen wahrscheinlich. Die Knochen würden sich möglicherweise durch die geringere Gravitation verdichten. So käme es leichter zu Brüchen. Die Hautfarbe würde sich durch die höhere Strahlung ändern, wegen der ein neues Pigment gebraucht würde, weil Melanin nicht davor schützen könnte.

Durch die sterile Umgebung ohne Mikroorganismen wäre es für den Menschen unwesentlich, ein Immunsystem zu haben. Dieses würde nach und nach verloren gehen.

Es könnte außerdem zu einer stärkeren Kurzsichtigkeit und effizienteren Sauerstoffnutzung kommen.

(GA)
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