Eine veränderte Gehirn-Aktivität könnte ein Grund dafür sein, dass Menschen bei Schlafmangel viel essen und zunehmen. Zu diesem Ergebnis kammen US-Wissenschafter. So wurde bei Probanden nach einer schlaflosen Nacht eine verringerte Aktivität in dem Bereich der Großhirnrinde beobachtet, der für die Einschätzung der Sättigung zuständig ist. Zonen, die mit heftigem Verlangen in Verbindung stehen, waren dagegen besonders stimuliert.
Die Wissenschaft sieht schon seit geraumer Zeit eine Verbindung zwischen der Zunahme der Fettleibigkeit in Industriestaaten und dem Rückgang der Schlafdauer. Wie genau beide Phänomene aber im Zusammenhang stehen, war bisher unklar.
Die US-Wissenschafter nahmen nun die Gehirne von 23 Versuchspersonen mit Hilfe einer Magnetresonanztomographie (MRT) zweimal unter die Lupe: einmal nach einer durchschlafenen Nacht und einmal nach einer durchwachten Nacht. Sie maßen dann die Hirn-Aktivität der Probanden, während diesen Bilder mit 80 verschiedenen Nahrungsmitteln gezeigt wurden. Dabei entdeckten die Forscher die veränderte Hirnaktivität.
Lebensmittel mit vielen Kalorien
"Es gab noch eine weitere interessante Entdeckung: Lebensmittel mit vielen Kalorien waren für die Probanden nach Schlafentzug begehrenswerter", so ein Psychologe. All diese Erkenntnisse könnten "den Zusammenhang zwischen Schlafmangel, Gewichtszunahme und Fettleibigkeit erklären".
Auf ausreichend Schlaf zu achten sei daher womöglich ein wichtiger Faktor, um sein Gewicht zu kontrollieren.