Diese Lieder singen alle mit

"Menschenfeindlich" – Volksfest verbannt Schlagersongs

Nach dem "Layla"-Skandal folgt der nächste Aufreger: Eine Stadt greift bei Partyschlagern hart durch und sorgt für Ärger bei Künstlern und Wirten.
Heute Entertainment
22.05.2026, 19:02
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Vier Jahre nach der bundesweiten Debatte um "Layla" kommt jetzt die nächste Welle der Empörung: Die Stadt Erlangen hat für ihr Volksfest "Bergkirchweih" eine Liste mit Songs erstellt, die dort nicht gespielt werden sollen.

Begründung: Titel mit angeblich "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit". Das Ergebnis liest sich wie ein "Best of" der Partyszene – nur eben gestrichen statt gespielt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Songs zu diskriminierend?

Neben "Layla" trifft es auch echte Kult-Hits: "Geh mal Bier holen" von Mickie Krause, "Skandal im Sperrbezirk" der Spider Murphy Gang oder "Joana" von Peter Wackel. Auch Songs wie "10 nackte Friseusen" oder "Olé, wir fahr’n in’ Puff nach Barcelona" stehen auf der schwarzen Liste.

Für die Branche ist das ein Aufreger mit Ansage. Besonders Wackel reagiert sauer: Er spricht von einem "Skandal" und sagt, er sei "überhaupt nicht verwundert". Seit Jahren würden ihm und anderen Künstlern immer wieder Steine in den Weg gelegt. Sein bitteres Fazit: Immer mehr Künstler hätten "keine Lust mehr auf Deutschland".

Die Stadt selbst verweist auf einen Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2021. Demnach sollen keine Lieder mit diskriminierenden Inhalten gespielt werden.

Offiziell sei das kein Verbot, sondern eine "Sensibilisierung". Kritiker sehen darin allerdings sehr wohl klare Vorgaben. Gerade für Wirte, die die Veranstaltung ausrichten.

{title && {title} } red, {title && {title} } 22.05.2026, 19:02
Jetzt E-Paper lesen