Streit um Eurovision

Doch kein ESC in Sofia? Bürgermeister hat was dagegen

Nach dem Sieg von Dara beim Eurovision Song Contest 2026 entbrennt in Bulgarien ein regelrechter Wettlauf um die Austragung des nächsten Contests.
Heute Entertainment
22.05.2026, 14:38
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Ganz Bulgarien feiert "Bangaranga" und den historischen ESC-Erfolg von Dara in Wien. Nach dem Sieg beim Eurovision Song Contest 2026 ist klar: 2027 soll der Wettbewerb erstmals in Bulgarien stattfinden. Doch wo genau? Darüber wird nun heftig diskutiert.

Während Sofia, Burgas und Plowdiw längst ihre Kandidaturen abgegeben haben, sorgt jetzt ein weiterer Name für Überraschung: Varna.

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Das wird teuer werden

Die Hafenstadt am Schwarzen Meer, die zugleich die Geburtsstadt der ESC-Siegerin ist, hat offiziell Interesse bekundet, den Song Contest auszurichten. Damit wird der Standort-Poker innerhalb Bulgariens noch einmal spannender. Bürgermeister Blagomir Kocev setzt sich dafür ein.

Allerdings bringt Varna auch eine Herausforderung mit: Die vorhandene Kongresshalle des Kultur- und Sportpalasts fasst nur rund 6.000 Zuschauer. Die European Broadcasting Union (EBU) verlangt für den ESC jedoch mindestens 10.000 Plätze – ein potenzielles K.-o.-Kriterium. Denn jetzt noch 4.000 Sessel in die Halle stellen, könnte sich als schwierig erweisen.

Der ESC selbst ist in Bulgarien inzwischen zur politischen Chefsache geworden. Die Regierung plant mit einem Budget von rund 20 bis 30 Millionen Euro und hat sogar einen stellvertretenden Ministerpräsidenten mit der Organisation betraut. Gleichzeitig wird betont, dass sich auch Sponsoren und die EBU selbst beteiligen sollen.

"Die Ausrichtung der Veranstaltung wird nicht vollständig aus staatlichen Mitteln finanziert", heißt es aus dem Organisationsumfeld. Man rechne vielmehr mit einer hohen Investitionsrendite – auch durch Tourismus und internationale Aufmerksamkeit.

Trotz der Euphorie bleibt die Entscheidung offen. Offiziell ist noch nicht fix, welche Stadt den Zuschlag erhält. Klar ist nur: Der ESC hat in Bulgarien längst eine politische und wirtschaftliche Dimension erreicht, die weit über die Musik hinausgeht.

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