Nach ESC-Finale

"Strafbar" – Kritik an ESC-Moderatoren eskaliert

Der Eurovision Song Contest 2026 ist vorbei, doch die Diskussionen rund um die Wiener Austragung gehen weiter.
Heute Entertainment
20.05.2026, 13:35
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Mit Daras Sieg für Bulgarien endete der Eurovision Song Contest 2026 zwar musikalisch, rund um die Austragung aus der Wiener Stadthalle hagelt es aber weiterhin Kritik aus mehreren Ländern. Vor allem die Moderation, die Showgestaltung und technische Probleme stehen nach dem Finale im Mittelpunkt der Diskussionen.

Schon während der ESC-Woche fiel auf, die Stimmung erreichte leider nicht jene Begeisterung, die Fans noch aus Basel 2025 oder vom Wiener ESC 2015 kannten. Viele internationale Zuschauer empfanden die diesjährige Show als wenig originell und zu stark an frühere Konzepte angelehnt, berichtet "Bunte".

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Besonders das Moderatoren-Duo Victoria Swarovski und Michael Ostrowski sorgte für den ein oder anderen Shitstorm. Während Sandra Studer und Hazel Brugger im Vorjahr noch als Publikumslieblinge gefeiert wurden, fiel die Resonanz für die ORF-Hosts leider deutlich kühler aus.

TV-Regisseur Max Sieber fand gegenüber dem Schweizer "Blick" sehr eindeutige Worte für die Produktion: "Es klauen ja alle in dem Gewerbe. Aber so schlecht zu klauen, ist eigentlich strafbar". Mehrere Showelemente hätten ihn stark an die Schweizer ESC-Inszenierung erinnert, allerdings ohne deren Qualität zu erreichen.

Spöttische Kommentare aus Schweden und Großbritannien

Auch Schwedens bekannter ESC-Kommentator Edward af Sillén zeigte sich wenig begeistert. Die Comedy-Einlage rund um die Verwechslung von "Austria" und "Australia" im ersten Semifinale kommentierte er mit bissigem Humor. Nach der Nummer meinte er, es bestehe die Gefahr, "dass fünf weitere Länder das Event nach dieser Nummer boykottieren".

Später legte er noch einmal gegen die Moderation nach. Während dem zweiten Semifinale meinte er: "Zum Glück ist das kein Humor-Wettbewerb, den wir hier schauen." Als Ostrowski außerdem den Song "I’m So Excited" anstimmte, reagierte der Schwede lediglich mit einem genervten "um Himmels Willen".

Auch in Großbritannien wurde Kritik laut. BBC-Kommentator Graham Norton bezeichnete das Zusammenspiel der beiden Hosts laut "t-online" als "Holzarbeit". In sozialen Netzwerken schrieben viele britische Fans sogar, Norton sei der eigentliche Höhepunkt einer ansonsten enttäuschenden ESC-Show gewesen.

Aber auch hinter den Kulissen dürfte einiges schiefgelaufen sein. Die Schweizer Teilnehmerin Veronica Fusaro berichtete nach ihrem Halbfinal-Aus von mehreren Problemen mit der Bühnencrew.

Unter anderem sei bei den Proben ungeeignetes Material für ein Requisit verwendet worden, zudem habe ein Bühnenelement nicht rechtzeitig bereitgestanden. Gegenüber dem "Blick" zeigte sich die Sängerin enttäuscht: "Ich habe mir das professioneller vorgestellt". Zusätzlich kam es im Finale beim Auftritt von Tschechien zu einer technischen Panne.

Wien punktet bei Gästen – großer ESC-Hype bleibt aber aus

Trotz der vielen kritischen Stimmen erhielt Wien auch Lob von internationalen Besuchern. Besonders die Side-Events, Bootsfahrten und die Party-Straßenbahn zwischen Rathausplatz und Stadthalle kamen gut an.

Nach dem Sieg von Dara wandert der Eurovision Song Contest 2027 nun nach Sofia. Dort wird sich zeigen, ob Bulgarien die hohen Erwartungen der ESC-Fans besser erfüllen kann.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.05.2026, 13:35
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