Es sollte der nächste Schweizer ESC-Erfolg werden, doch daraus wurde nichts. Mit ihrem düsteren Song "Alice" wollte Veronica Fusaro Europa berühren. Statt Finalticket gab es am Donnerstagabend allerdings das frühe Aus.
Die Enttäuschung war der Sängerin nach der Entscheidung deutlich anzumerken: "Die Enttäuschung ist in diesem Moment erst einmal groß", erklärte Fusaro nach der Show.
Gleichzeitig zeigte sie sich aber auch dankbar für die Aufmerksamkeit rund um ihren Auftritt: "Ich freue mich, wie viele Leute mich und meine Musik entdeckt haben."
Mit "Alice" brachte die Schweizerin einen intensiven ESC-Beitrag auf die Bühne. Der Song erzählt die Geschichte einer Frau, deren Grenzen überschritten wurden und die sich gegen Gewalt zur Wehr setzt.
Passend dazu kämpfte sich Fusaro in ihrer Performance aus einem Netz aus blutroten Seilen heraus, bevor sie mit einem E-Gitarren-Solo für einen dramatischen Höhepunkt sorgte.
Ganz reibungslos verlief die ESC-Reise für die Schweizer Delegation allerdings ohnehin nicht. Schon im Vorfeld hatte sich Fusaro öffentlich über die Organisation in Wien beschwert.
Vor allem bei den Proben soll es immer wieder Probleme mit Requisiten und Abläufen gegeben haben. Die Sängerin zeigte sich davon sichtlich genervt und erklärte, sie habe sich die Abläufe bei einem Event dieser Größenordnung "professioneller vorgestellt".
Teilweise hätten Bühnenmitarbeiter nicht gewusst, wie bestimmte Elemente vorbereitet werden müssten.
Trotz des bitteren Ausscheidens gibt sich Veronica Fusaro kämpferisch. "Wenn ich eines bin, dann ehrgeizig", erklärte sie nach dem Halbfinale. Und weiter: "Mein Traum lebt weiter."
Im Herbst will die Schweizer Sängerin bereits wieder auf Europa-Tour gehen.