Beim Eurovision Song Contest in Wien wird derzeit gefeiert, getanzt und gesungen – doch ausgerechnet die humorvolle Pausenshow sorgt nun für Ärger. Und zwar bei unseren Nachbarn.
Der Vorwurf: Österreich soll den letztjährigen Schweizer Kult-Act "Made in Switzerland" kopiert haben.
Damals hatten Sandra Studer und Hazel Brugger mit einer ironischen Musical-Nummer über Schweizer Klischees einen echten Fanliebling geliefert.
Victoria Swarovski, Michael Ostrowski und Australiens ESC-Star Go-Jo wollten in Wien offenbar nachlegen. Und zwar mit dem Song "Opposites". Viele Zuschauer fühlten sich sofort an die Schweizer Vorlage erinnert.
Vor allem auf Social Media wurde die Kritik schnell laut. "Ihr habt 'Made in Switzerland' kopiert", schreibt ein User auf Youtube. Ein anderer wettert: "Alles geklaut – die Schweizer Version war viel besser."
Und wenn man ganz, ganz ehrlich ist: Ganz aus dem Nichts gegriffen sind die Vorwürfe nicht. Das Schweizer Medium "Blick" hat unseren Pausen-Act mit ihrem aus dem Vorjahr verglichen. Und ja, es gibt Parallelen.
Auch in Österreich wurde mit typischen Landesbildern gespielt: Berge, Schnitzel, Mozartkugeln und Alpen trafen auf Kängurus, Surfer und das australische Outback.
Dazu kommen auffällige Ähnlichkeiten bei der Inszenierung: große Projektionen, schräge Kostüme, schnelle Dialoge und ein Song, der sich langsam steigert, bevor alles komplett eskaliert.
Selbst die Art, wie Victoria Swarovski manche Zeilen singt und betont, erinnert einige Fans an Sandra Studers Performance vom Vorjahr.
Ob tatsächlich bewusst kopiert wurde, bleibt offen.
Denn natürlich gehören humorvolle Interval-Acts mit viel Selbstironie längst zum ESC dazu. Und dass Österreich und die Schweiz bei Themen wie Bergen oder Heimatklischees ähnliche Bilder verwenden, überrascht wenig.
Trotzdem scheint für viele Fans klar: Die österreichische Version kommt zwar bunt, verrückt und charmant daher – an den Schweizer Überraschungshit "Made in Switzerland" reicht sie für viele aber nicht ganz heran.