Stars, Show und ganz viel Prominenz: Das erwartet die Zuseher heute (21) beim großen Finale der Fußball-Weltmeisterschaft. Ein Überblick, auf wen und was beim Match Argentinien gegen Spanien zu achten sein wird.
Rein sportlich werden alle Augen auf "König Leo" gerichtet sein. Natürlich. Messi kann in seinem dritten WM-Finale mit 39 Jahren erreichen, was Diego Armando Maradona im WM-Finale 1990 von Rom gegen Deutschland misslang: die erfolgreiche Titelverteidigung. 7.338 Tage oder exakt 20 Jahre nach seinem ersten Einsatz bei einer Weltmeisterschaft (2006 in Deutschland) wäre der erneute Gewinn des Goldpokals die Krönung und der perfekte Abschied von der WM-Bühne. Vieles spricht dafür, dass das 34. WM-Spiel auch das letzte des Rekordspielers wird.
Mit bislang acht Treffern und vier Torvorlagen hat Messi auch dieser Endrunde, seiner sechsten (!), seinen Stempel aufgedrückt. Frankreichs Kylian Mbappé, der am Samstagabend sein Trefferkonto bei Weltmeisterschaften auf 22 (Messi 21) schraubte und im Duell um den Goldenen Schuh mit seinen Turniertoren neun und zehn vorlegte, ist sich jedenfalls sicher: "Leo trifft immer. Er wird auf jeden Fall treffen."
Das verhindern will ausgerechnet ein junger Bursche, der nicht einmal halb so alt ist wie Messi. Lamine Yamal, Spaniens Zauberfuß, hat den Argentinier schon beim FC Barcelona beerbt, nun will er die Wachablösung auch auf der WM-Bühne vollziehen. Obwohl der 19-Jährige dem Turnier noch nicht seinen Stempel aufdrücken konnte. Oder gerade deswegen. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente sagte kürzlich: "Keine Angst. Lamines großer Tag bei der Weltmeisterschaft steht noch bevor." Nach dem EM-Titel 2024 hat er nun die Chance, bei seiner WM-Premiere auch den WM-Thron zu besteigen. Mit dann 19 Jahren und sechs Tagen wäre Yamal der jüngste Spieler in der Geschichte, der EM- und WM-Trophäe vereinigt.
Legt er seinen Trump-Dance hin? Bohrt er in der Nase? Schläft er ein? Dem US-Präsidenten ist bei seinem Besuch in East Rutherford alles zuzutrauen. Sechs Wochen lang mied Trump die WM-Stadien, das Finale lässt er sich nicht entgehen. Im Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit wird er den Goldpokal an der Seite seines Kumpels und FIFA-Boss Gianni Infantino an den Kapitän des Siegerteams übergeben - und sicherlich auch sonst für die ein oder andere Schlagzeile sorgen. Zudem gibt es für die neuen Champions erstmals Weltmeisterringe - ein importierter Brauch aus den vier großen nordamerikanischen Profiligen.
Ganz abgesehen von den vielen Promis aus Sport und Entertainment könnte die internationale Gästeliste prominenter kaum sein. Neben Trump werden auch der spanische König Felipe VI. sowie der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf der Ehrentribüne Platz nehmen, die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat ebenso ihr Kommen angemeldet wie Kanadas Premierminister Mark Carney. Der argentinische Präsident Javier Milei verzichtet auf einen Besuch. Aus Aberglaube.
Alles, wirklich alles ist am Sonntagabend auf die ganz große Show ausgerichtet. Auch wenn Infantino beteuert, das Spiel sei "der Höhepunkt der größten Show der Welt", wirkt es so, als sei die Partie am Ende nur Beiwerk. So gleicht das Programm dem des Super Bowl der NFL. Bereits um 13.30 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ) steigt die Abschlussfeier mit Superstars wie Robbie Williams und Tom Cruise oder YouTuber IShowSpeed.
Die US-Nationalhymne singt Emmy-, Grammy- und Oscar-Gewinnerin Jennifer Hudson. Völlig neu in einem Finale wird die Show in der rund 30 (!)-minütigen Halbzeitpause sein, mit dabei: Madonna, Shakira, Justin Bieber, Coldplay und die K-Pop-Band BTS. "Es ist, wie es ist. Wir können das nicht ändern", sagte de la Fuente zu den Neuerungen, "also müssen wir es einfach genießen"