Argentinien steht im Viertelfinale der WM 2026. Nachdem der amtierende Weltmeister rund um Star Lionel Messi lange in Rückstand war und eine 13-Minuten-Aufholjagd brauchte, um das Spiel doch noch zu drehen und mit einem 3:2-Erfolg gegen Ägypten aufzusteigen.
Danach sah es lange aber nicht aus. Nachdem Yasser Ibrahim (15.) und Mostafa Zico (67.) die Nordafrikaner zweimal in Führung geschossen hatten, das Tor von Zico kurz davor noch zurückgenommen worden war (58.), Messi wiederum einen Elfmeter kläglich verschossen hatte (21.).
Doch Cristian Romero (79.), Messi selbst (83.) und Enzi Fernandez (92.) beförderten die Südamerikaner doch noch ins Viertelfinale – ein Sieg, der kurzzeitig kaum noch vorstellbar war, denn die Argentinier wirkten erledigt. Es brauchte die Schlussoffensive. Und die trug Früchte. Erstmals in der WM-Geschichte machte Argentinien einen Zwei-Tore-Rückstand wett, in den 13 Spielen davor hatte es immer die Niederlage bedeutet.
"Heldenhaftes Comeback, ein Albtraum-Sieg für Argentinien", feierte "Clarin" aus Argentinien, "La Nacion" meinte nur: "Episch! Herz eines Champions!"
Wie sehr die Partie an den Nerven der Argentinier gezehrt hatte, zeigte sich nach dem Spiel. Da musste Argentinien-Coach Lionel Scaloni nämlich das erste kurze Interview am Spielfeldrand abbrechen. "Ich kann nicht mehr. Das ist zu viel. Was für eine Gruppe an Spielern. Ich kann nicht mehr, ich muss aufhören. Es tut mir leid", sagte der Erfolgstrainer und verließ das Interview blitzschnell.