Es sollte ein Akt der Großzügigkeit sein, doch für Reinhold Messner wurde die vorgezogene Erbschaftsverteilung zum Albtraum. Der berühmte Extrembergsteiger übertrug seinen vier Kindern Layla (45), Magdalena (38), Simon (36) und Anna Juditha (25) bereits zu Lebzeiten sein Vermögen - und fühlt sich seitdem von ihnen abgeschoben.
In einem Interview bei "Ö3-Frühstück bei mir" macht der 81-Jährige seinem Frust Luft: "Es schmerzt mich, dass sie mein Lebenswerk nehmen und sagen: Der Alte ist eh zu nichts mehr fähig." Dabei wäre laut Messner nichts von all dem ohne ihn möglich gewesen.
Wie bild.de berichtet, empfindet Messner seine Situation als besonders schmerzlich. "Ich wurde entsorgt", klagt die Bergsteiger-Legende. Seit der Verteilung seines Erbes sei das Verhältnis zu seinen Kindern schwer belastet.
Der Streit in der Familie Messner schwelt bereits seit Jahren. "In dem Moment, als ich mein materielles Erbe verteilt hatte, zerbrach die Familie", erklärt der Südtiroler. Die zentrale Frage sei gewesen, wer mehr bekommen habe. "Ich stand mit 75 am Abgrund", erinnert er sich.
Messner hatte gehofft, dass die Familie trotz der Vermögensregelung zusammenhalten würde. Diese Hoffnung wurde bitter enttäuscht. Seine dritte Ehefrau Diane (46) steht ihm in dieser schweren Zeit zur Seite. Die gebürtige Luxemburgerin betont, dass ihre Ehe stabil sei und der Familienstreit ihre Beziehung nicht belaste.
Tochter Magdalena spielt eine zentrale Rolle in der Verwaltung des Messner Mountain Museum. Wie die anderen Kinder auf die Vorwürfe ihres Vaters reagieren, bleibt offen.