Meta hat laut einem internen Dokument große Pläne für sein Wearables-Geschäft. Der Konzern entwickelt neben mehreren neuen smarten Brillen auch einen KI-Anhänger, der Nutzer im Alltag begleiten soll.
Die erste neue KI-Brille mit dem Codenamen "Modelo" soll bereits im Juni erscheinen. Im Herbst folgen die Modelle "Luna" und "RBM2 Refresh", im Dezember dann "Mojito VIP". Zusätzlich testet Meta interne Prototypen namens "Artemis" - vermutlich Metas erste kommerzielle AR-Brille - und "SSG" (Supersensing Glasses).
Wie heise.de unter Berufung auf The Information berichtet, plant Meta auch mit internen Tests eines KI-Anhängers im kommenden Frühjahr. Das Gerät könnte über eine Kamera verfügen. Meta hatte 2024 das Start-up Limitless übernommen, das einen solchen KI-Anhänger entwickelte.
In der zweiten Jahreshälfte will Meta zehn Millionen Wearables verkaufen. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr setzte der Konzern sieben Millionen KI-Brillen ab. Das neue Ziel soll durch neue Produkte und den Verkauf in weiteren Ländern erreicht werden.
Neben dem Hardwareverkauf setzt Meta stark auf KI-Dienste. "Um ein nachhaltiges Geschäft aufzubauen, das nicht allein von Hardwaremargen abhängt, müssen wir die Softwaredienste monetarisieren, die unsere Geräte von der Konkurrenz abheben", schreibt Alex Himel, Metas Vice President of Wearables, in dem Memo.
Der Handlungsdruck ist groß: Reality Labs, Metas Sparte für VR-Headsets und Smart Glasses, verzeichnet jährlich zweistellige Milliardenverluste. Trotz immenser Investitionen erwirtschaftet die Hardware-Sparte bislang nur vergleichsweise geringe Umsätze. Bis Jahresende strebt Meta 6,8 Millionen monatlich aktive Nutzer seiner Wearables an.
Auch die Konkurrenz schläft nicht: Apple arbeitet ebenfalls an eigenen KI-Brillen und einem KI-Anhänger, um im wachsenden Markt für KI-Wearables mitzumischen.