Metaller-Streiks für die Mehrheit nachvollziehbar

Die Metaller-Gewerkschaft hat Warnstreiks angekündigt, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Eine Umfrage zeigt: Die Bevölkerung steht hinter der Gewerkschaft.
Die sechste Verhandlungsrunde für die Metalltechnische Industrie wurde Freitagfrüh nach 15 Stunden ohne Ergebnis unterbrochen, am Sonntag wird weiter verhandelt. Sollte es zu keiner Einigung kommen, wird ab Montag gestreikt.

Agiert die Gewerkschaft hier mit Augenmaß oder ist die Reaktion überzogen? Eine topaktuelle Hajek-Umfrage in Auftrag von ATV mit 800 Teilnehmern ergibt:

48 Prozent der Befragten finden, dass die Streik-Androhung nicht übertrieben ist, die Gewerkschafter hier also "mit Augenmaß" agieren.



Quelle: ATV Aktuell Die Woche

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Vor allem bei den SPÖ-Sympathisanten (unter der Führung von Pamela Rendi-Wagner) fiel das Urteil noch drastischer aus: 77 Prozent aus diesem Lager stehen hinter den Streiks. Unter den ÖVP-Anhängern (unter Kurz) sind es nur 35,5 Prozent. Die FPÖ-Wähler sind da sehr gespalten: Nur die Hälfte der so genannten "neuen Arbeiterpartei" (50,4%) finden, dass die Metaller mit Augenmaß vorgehen.

Umgekehrt finden insgesamt 37 %, dass die Reaktion der Metaller-Gewerkschaft "überzogen" ist.

Unter den SPÖ-Sympathisanten sind es naturgemäß viel weniger - also nur 15,3%, die dem zustimmen (7,6% dieser Partei-Sympathisanten machten keine Angabe). Andererseits sehen 56,4% der ÖVP-Wähler eine Überreaktion bei der Gewerkschaft (8,2 % ohne Angabe), 41,2 Prozent der FPÖ-Anhänger schließen sich der Aussage an (8,4% ohne Angabe).

(red)

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