Metaller einigen sich auf bis zu 4,3 % mehr Lohn

Nach einem Verhandlungsmarathon von 65 Stunden haben sich die Verhandler geeinigt: Die Metaller bekommen Lohnerhöhungen zwischen 3,0 und 4,3 Prozent.
Mehr als 65 Stunden in sieben Kollektivverhandlungsrunden haben endlich Früchte getragen. Vertreter von Arbeitnehmern und Arbeitgebern haben sich am Sonntag geeinigt.

Die Mitarbeiter der Metallindustrie erhalten gestaffelt von 3,0 bis 4,3 Prozent mehr Lohn. Das bedeutet für jeden konkret mindestens 80 Euro brutto mehr pro Monat.

Damit wurden Streiks abgewendet. Die Arbeitgeber hatten bisher 2,7 Prozent mehr Lohn geboten, die Gewerkschafter forderten allerdings 5 Prozent.

Neues gibt es bei den Überstundenzuschlägen. Für die elfte und zwölfte Stunde sowie alle Wochenstunden ab der 51. Stunde gibt es einen hundertprozentigen Zuschlag. Diese Regelung gilt ab 1. Juli 2019 – und ist damit nicht rückwirkend wie bei der Entgelterhöhung. Darüber hinaus wird es eine bezahlte Pause von zehn Minuten geben, wenn jemand die elfte und zwölfte Stunde beziehungsweise die 51. Stunde in der Woche arbeiten muss. Das sei ein wesentliches Element bei den Verhandlungen gewesen, so Wimmer.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Bei der Nachtarbeit steigen die Zulagen jährlich über vier Jahre um jeweils rund sieben Prozent.

Demo und Streiks

Bei der Donnerstagsdemo hatten sich die Teilnehmer mit den Metallern solidarisiert und marschierten für eine Zwischenkundgebung zur Wirtschaftskammer.

Zuletzt kam es im Jahr 2011 zu Streiks. Die Folge: Ein Plus von 4,2 Prozent beim Gehalt und immense Kosten. Christian Knill, Obmann der größten Branche, der metalltechnischen Industrie, erklärt, dass ein einziger Streiktag die Industrie bis zu 50 Millionen Euro kostet.



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(red)

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