In diesen Firmen wird heute gestreikt

Die Gehaltsverhandlungen der Metaller sind vorerst gescheitert, 1.200 Firmen drohen mit Streiks. Warum das Ergebnis auch für andere Branchen entscheidend ist.

Die Gewerkschaft fühlt sich vom Verhandlungspartner, den Arbeitgebern der metalltechnischen Industrie, "nicht ernstgenommen".

Die aktuellen Gehaltsverhandlungen wurden am Donnerstag ohne Ergebnis abgebrochen. Es wird zu Warnstreiks kommen, ist seitdem klar.

Zeitungsberichten zufolge sind sehr wahrscheinlich die Firmen Andritz, Magna, Miba, Bosch und Teile der Voestalpine betroffen.

Was ist das Problem?

Es spießt sich bei dem geforderten Gehaltsplus und bei den Arbeitszeiten. Die Gewerkschafter fordern 5 Prozent mehr, die Arbeitgeber wollen nur 2,7 Prozent hergeben.

Warum ist das Ergebnis auch für andere Branchen wichtig?

Die Metaller sind traditionell wichtig, weil sie als erstes mit den Verhandlungen beginnen und ihr Ergebnis auch für andere Branchen jedes Jahr als Richtschnur gilt.

Das weiß auch Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), der heuer erstmals als zuständiger Minister am Verhandlungstisch der Beamten sitzt. Dort sind noch keine konkreten Forderungen gestellt worden, es soll aber fix mehr als die Inflationsrate abgegolten werden.

Und - Stichwort Metaller - auf die Frage, ob das Plus der Beamten irgendwo zwischen Inflation und Metaller-Abschluss angesiedelt sein werde, sagte Strache: "Sie haben ein gutes Naserl".

Man sieht also: Je höher die Metaller abschließen, desto besser ist die Verhandlungsbasis für die anderen Branchen.

Wo wird jetzt am Montag konkret gestreikt?

Die metallverarbeitende Industrie zählt rund 130.000 Beschäftigte in 1.200 Betrieben. Sie wollen ein Gehaltsplus und sind bereit, für ihre Forderungen in Warnstreiks zu treten. Wo genau, das wurde jetzt publik.

Die zuletzt nur unterbrochenen Betriebsversammlungen in den Betrieben werden wieder aufgenommen, um die Warnstreiks zu starten. Firmen wie Andritz, Magna, Miba, Bosch und Teile der Voestalpine müssen konkret damit rechnen, heißt es in Zeitungsberichten. (red)

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