Meteorit in Österreich – Foto zeigt "Einschlag" in Wien

Außergewöhnliches Naturschauspiel in Österreich! Wetter-Experten ist die spektakuläre Aufnahme einer sogenannten Feuerkugel am Himmel gelungen. 

Eine extreme Hitzewelle hat Österreich derzeit fest im Griff und sorgt zeitgleich für eine erhöhte Unwettergefahr im Land. So haben in der Nacht auf Dienstag schwere Gewitter samt Starkregen und Hagel eine wahre Spur der Zerstörung hinterlassen und fast halb Österreich verwüstet.

"Nicht im Freien sein" – Unwetter-Warnung für Österreich

Doch seit einigen Tagen sorgt auch ein anderes Phänomen für reichlich Aufsehen– und Schlagzeilen! Denn vor wenigen Tagen – es war der 24. Juni – ist in Österreich ein vorerst unbekanntes Flugobjekt vom Himmel gestürzt. Nun ist klar, worum es sich dabei handelt. "Es war eine sogenannte Feuerkugel", erklärt UBIMET-Experte Nikolas Zimmermann. 

Webcam "blitzt" Feuerkugel

Den Meteorologen ist in der Nacht auf vergangenen Freitag kurz nach 2.00 Uhr dabei eine spektakuläre Aufnahme gelungen –mehrere Webcams knipsten die Feuerkugel am Nachthimmel über Österreich und zeigen das außergewöhnliche Naturschauspiel in hochauflösender Bildqualität.

"Es handelt sich dabei um einen 'Boliden', wobei nicht ganz ausgeschlossen ist, dass einzelne kleine Stücke auch den Erdboden erreicht haben (Meteoriten)", so der Wetter-Experte weiter. Und laut Zimmermann hatte es die Feuerkugel über Österreich mächtig eilig.

"Nach Berechnungen von Astronomen hat die Feuerkugel etwa 85 Kilometer in fünfeinhalb Sekunden zurückgelegt", erklärt der UBIMET-Experte.

Nicht nur in Österreich zu sehen

Wie "Heute" bereits berichtete, war der Meteor aber nicht nur in Österreich zu sehen, sondern auch in Deutschland, Slowakei, Ungarn, Tschechien und Slowenien. Laut Ludovic Ferrière vom Naturhistorischen Museum (NHM) dürfte der Meteor aber nicht vollständig verglüht sein. Astronomen gehen davon aus, dass Teile davon in Kärnten den Boden erreicht haben.

Meteorit über Österreich – hier sollen Teile liegen

Die Feuerkugel wurde auch von einer Reihe spezialisierter Meteorkameras des "AllSky7" Feuerballnetzes und des Meteorbeobachtungsnetzwerks FRIPON (Fireball Recovery and InterPlanetary Observation Network) aufgenommen, erklärte Ferrière, der Kurator der Meteoritensammlung des NHM ist.

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