MFG-Chef kündigt Antritt bei Nationalratswahl an

Die Partei MFG sorgte für die Überraschung bei der Landtagswahl in OÖ.
Die Partei MFG sorgte für die Überraschung bei der Landtagswahl in OÖ.ULRIKE INNTHALER / APA / picturedesk.com
Erfolg beflügelt! Weil die Partei MFG bei den Wahlen in OÖ so stark abschnitt, will man nun auch bei den Nationalratswahlen antreten.

Erst im Februar wurde die Partei MFG Menschen Freiheit Grundrechte gegründet, am Sonntag schaffte die Bewegung dann für viele überraschend mit 6,2 Prozent locker den Einzug in den Landtag, hat dort nun drei Mandate und damit auch den Klubstatus (das bedeutet mehr Geld und Räumlichkeiten).

Schon einen Tag später kündigte der Chef der Bundespartei, Michael Brunner, dann an, Lust auf mehr zu haben. "Wir werden in Salzburg und Kärnten und auch bei den Nationalratswahlen kandidieren." Die Nationalratswahlen finden, so es nicht zu Neuwahlen kommt, allerdings erst 2024 statt.

Aber zurück zur MFG in Oberösterreich. Das Team rund um Landessprecher Joachim Aigner musste sich am Montag erst einmal sammeln, den Erfolg verdauen. "Wie sind ja alle berufstätig und voll eingebunden, die letzten Stunden waren schon sehr intensiv", sagt der stellvertretende Landessprecher Manuel Krautgartner im Gespräch mit "Heute"

Gegen Impfzwang

Den Erfolg will er nicht alleine auf das Thema Corona reduzieren. "Natürlich sind wir nicht zufrieden mit den Maßnahmen und lehnen einen Impfzwang ab. Aber wir haben auch viele andere Themen, die die Menschen beschäftigen. Etwa im Wirtschaftsbereich. Wir sind keine Corona-Partei", sagt er. 

Und dennoch bleibt Corona derzeit noch das Thema Nummer eins. "Die Impfstoffe sind noch nicht ausreichend erforscht", so Krautgartner, der im Brotberuf Coach und Redner für Persönlichkeitsentwicklung, Verkauf und Motivation ist. Zudem schütze die Impfung nicht vor einer Infektion. "Aber es ist nicht so, dass wir generell gegen Impfungen sind", betont er.

MFG-Landessprecher Joachim Aigner erklärte am Wahlabend gegenüber "Heute", was die Partei erreichen will.

Man wolle zudem auch in Zukunft ganz nah bei den Menschen sein, viele Gemeinden besuchen. "Unser Erfolg hat gezeigt, dass die Menschen mit der Politik der anderen Partei unzufrieden sind und Alternativen suchen. Und es ist nun einmal so: Das Recht geht vom Volk aus".

Landtag wartet

In den kommenden Tagen und Wochen muss die Partei aber auch andere Aufgaben bewältigen. Man muss sich im Büros für die Fraktion bemühen, Mitarbeiter finden und die politischen Themen, die man im Landtag ab dem 18. November bearbeiten will, erarbeiten.

Angst vor den etablierten Parteien habe man nicht. "Wir sind für alles offen, reden mit jedem. Aber interessanterweise ist es derzeit sogar eher so, dass die anderen Parteien das Gespräch mit uns suchen", so Krautgartner.

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