Michael Häupl gibt Einblick in den Kampf gegen Krebs

Schockdiagnose, Spital, Intensivstation: Wiens Ex-Bürgermeister Michael Häupl lässt in einem sehr persönlichen Interview aufhorchen.
"Nachdenklicher" habe ihn die Krankheit gemacht, erzählt Ex-Bürgermeister und SPÖ-Urgestein Michael Häupl in seinem ersten Fernseh-Interview nach seiner Krebserkrankung im ORF-"Wien heute". Drei Monate sei er im Spital gelegen, habe 20 Kilogramm abgenommen und sein Leben vollständig ändern müssen. Trotzdem spricht er von "Glück im Unglück".

Nämlich, weil die Erkrankung im Rahmen einer Routineuntersuchung erkannt wurde: "Dabei wurde festgestellt, dass ein Nierenkrebs im Entstehen ist, und das haben wir dann natürlich sofort bekämpft. Das ist auch gut gegangen. Die Operation war sehr gut. Ich habe keinerlei Therapien machen müssen, um den Krebs zu bekämpfen."

Kein Schnitzel, manchmal Spritzwein

Allerdings plagten Häupl schwere Entzündungen, wegen derer er mehrere Wochen im Spital und drei Wochen sogar auf der Intensivstation lag. "Natürlich, wenn man vier, fünf oder sechs Mal einen Rückfall hat, wo man sich eigentlich schon auf dem Weg der Besserung fühlt, dann ist man vielleicht nicht ganz so gut drauf", sagt Häupl im Interview.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Liebevoll und intensiv sei er von seiner Frau betreut worden, "und das war sehr wichtig". Was folgte, war ein Umkrempeln seines Lebensstils. Schnitzel- und Leberkässemmeln sind nun tabu, Spritzwein schon noch, aber sehr eingeschränkt. "Es gibt andere Sachen auch, die ganz gut schmecken", so Häupl. Und: Seitdem steht täglicher Sport am Programm.

"Zeit der Sozialdemokratie"

Auch zur Situation der SPÖ äußerte sich Häupl. Seinem Nachfolger Michael Ludwig bescheinigt er eine "ganz gute Performance", die rot-grüne Wiener Regierung sei "an und für sich nicht so schlecht". Glücklich ist er auch über die hohe Zustimmung für SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner bei der SPÖ-Mitgliederbefragung. Die Corona-Krise mit der hohen Arbeitslosenzahl sei nun "die Zeit der Sozialdemokratie und ihrer Ideologie".



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