Zwei Monate länger als geplant konnte man in der Wiener Innenstadt das Café Klimt besuchen. Das Lokal mit Pop-Up-Konzept war von Anfang an als kurzzeitiges Projekt geplant. Bereits Ende 2018 hätte es wieder schließen sollen, der Betrieb wurde jedoch um zwei Monate verlängert. Am 3. März ist nun doch endgültig der letzte Betriebstag des Cafés.
Zweiteilige Testphase
Der Eigentümer des Gebäudes, die Schweighofer Gruppe, wollte nach der Schließung des Café Griensteidlin einer zweiteiligen Testphase zwei unterschiedliche Gastronomiemodelle auf Zwischennutzungsbasis testen.
Zunächst bezog das "Rien" die Räumlichkeiten, geführt von der Agentur Friendship. Mit selbstgemachten Speisen und Getränken, als auch Kulturveranstaltungen im Lokal sprach man zuerst die "Elite" der Stadt an.
Danach sollte das Lokal als Café Klimt von der Blagussgruppe "ökonomischer" geführt werden und sich vermehrt an Touristen orientieren.
Das Konzept des Café Klimt führte schließlich bald dazu, dass es als Touristenfalle verschrien wurde: Zugekaufte Mehlspeisen und die wenig originelle Speisekarte konnten nicht überzeugen.
Nachfolge ungewiss
Was oder wer genau dem Café Klimt nachfolgen wird, ist noch unbekannt. Fest steht allerdings, dass die Mitarbeiter von Blaguss, die noch im Klimt beschäftigt sind, nach dessen Schließung in einem der diversen Lokale des renovierten Donauturms arbeiten können, so Blaguss-Sprecherin Claudia Pich. Eines davon ist das neu eröffnete Donaubräu - "Heute" berichtete. (rfr)