Das neue Microsoft Office 2016 ist ab sofort weltweit verfügbar. Mit dem neuen Office, das auch für Mac verfügbar ist, will Microsoft Teamarbeit über alle Plattformen einfacher als je zuvor machen. Das Office-Paket ist entweder als "Mietversion" Office 365 oder als Dauerlizenz - jeweils für Private und Business-Kunden - erhältlich. Wir haben uns die wichtigsten Neuerungen angesehen.
Das neue Microsoft Office 2016 ist ab sofort weltweit, auch für Mac, verfügbar. Microsoft will mit dem neuen Office-Paket Teamarbeit über alle Plattformen einfacher als je zuvor machen. Es ist entweder als "Mietversion" Office 365 oder als Dauerlizenz - jeweils für Private und Business-Kunden - erhältlich. "Heute.at" hat sich die wichtigsten Neuerungen angesehen.
Office 2016 ist das erste Office für alle Plattformen und für alle Geräte - iOS, Android und Windows, egal ob auf PC, Mac, Tablet oder Smartphone. Die Office 2016-Apps sind in 47 Sprachen verfügbar und erfordern mindestens Windows 7 oder eine neuere Version des Betriebssystems. Im neuen Office sind alle bestehenden Anwendungen wie Word, PowerPoint, Excel, Outlook, OneNote, Project, Visio und Access in der neuesten Version verfügbar.
Office
Office bietet nun einen intelligenten Assistenten bei der Arbeit. Das Feld "Was möchten Sie tun?" hilft bei der Suche nach einem bestimmten Befehl oder einer Funktion. Unabhängig vom verwendeten Gerät merkt sich Office auch, wo man aufgehört hat und springt etwa genau dort in die Textzeile, wo man zu tippen gestoppt hat. Neben der Touch-Steuerung und der Stift-Unterstützung sieht Office übrigens auf jedem Gerät gleich aus.
Teilen und Zusammenarbeiten wird in Office leichter gemacht: Man kann anderen Personen das Öffnen und/oder Bearbeiten von Dokumenten gestatten, die Liste der Zugriffsberechtigten verwalten und Änderungen nachverfolgen. Die Dokumente können dann live von verschiedenen Geräten aus gleichzeitig bearbeitet werden. Die verbesserte Versionsverwaltung erleichtert es, zu einer früheren Version eines Dokuments zurückzukehren.
Word
Dokumente einfach freigeben und in Echtzeit mit anderen zusammenarbeiten. Neu ist auch das intelligente Nachschlagen - auch in anderen Office-Anwendungen. Kennt man ein Wort oder einen Begriff nicht, kann man dazu Infos im Web suchen, ohne Word verlassen oder minimieren zu müssen. Dazu wird einfach am Bildschirmrand eine Leiste mit den gewünschten Informationen eingeblendet.
Excel
Sechs neue Diagrammtypen wie Wasserfall oder Treemap erleichtern die Visualisierung komplexer Daten. Die Funktion "Empfohlene Diagramme" erleichtert es, Daten komfortabler zu präsentieren. Die Prognosefunktion gestattet einen Blick auf zukünftige Entwicklungen, etwa bei Verkäufen oder Besucherzahlen. Dazu werden drei Prognosewerte mit verschiedenen Wahrscheinlichkeiten angezeigt.
PowerPoint
Zahlreiche Neuerungen beim Ausrichten von Objekten und der Farbwahl. Die verbesserte Konfliktlösung vereinfacht das Beheben von Problemen, die bei der gemeinsamen Bearbeitung auftreten können. Dazu gibt es neue und kostenlose Präsentationsvorlagen.
Outlook
Beim Versenden von E-Mail-Anlagen werden zur Zeitersparnis die zuletzt verwendeten Elemente vorgeschlagen. Außerdem müssen keine großen Dateien mehr verschickt werden - Outlook macht aus den Dateien OneDrive-Dokumente, wenn die Datei auf OneDrive liegt. Die Funktion "Clutter" erspart kostbare Zeit, indem Nachrichten mit geringer Priorität in einen eigenen Ordner verschoben werden. Vorschläge in der Outlook-Personensuche erleichtern die Suche nach Personen, mit denen regelmäßig per E-Mail kommuniziert wird.
Auf der nächsten Seite: Unsere Eindrücke vom neuen Office
Fazit
Vor allem das gleichzeitige Bearbeiten von Dokumenten in Echtzeit ohne Speicherzwang ist ein dickes Plus für das neue Office. Dabei bleibt alles übersichtlich - andere Nutzer werden in den Programmen mit verschiedenfarbigen Cursorn gekennzeichnet. Manchmal braucht man aber etwas Geduld, wenn Änderungen erst nach Sekunden von OneDrive synchronisiert werden und diese sichtbar machen. Bei Problemen kann man sich aber perfekt und simpel per Skype benachrichtigen, ohne aus dem Dokument aussteigen zu müssen.
Ebenfalls positiv ist das intelligente Arbeiten, das an der Stelle die Arbeit fortsetzen lässt, an der sie gestoppt wurde. Super hat Microsoft das Verschicken von Dateianhängen in Outlook gelöst - zugegebenermaßen bei Konkurrenten schon im Einsatz. Statt riesiger Datenmengen werden Cloud-Links im Datei-Look verschickt. Das spart Zeit und Nerven. Als Empfänger muss man die Dateien aber speichern, denn wenn der Sender sie auf OneDrive löscht, sind sie sonst weg.
Der Assistent wiederum zeigt sich tatsächlich intelligent und findet in 95 von 100 Fällen exakt das Gesuchte. Weniger nützlich werden manche User die Erklärungen zu unbekannten Wörtern finden - sie wird über Bing abgewickelt, andere Suchmaschinen werden derzeit nicht unterstützt. Wenigstens erspart man sich aber das Öffnen eines Browsers, um den Begriff selbst zu suchen.
Excel-Fans werden mit den neuen Diagrammtypen ihre helle Freude haben. Die Prognose-Funktion ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, was Statistikern klar sein dürfte. Office präsentierte sich ingesamt im Test pflegeleicht - Abstürze gab es ebensowenig wie Probleme bei der Nutzung von Dateien aus Vorgängerversionen oder dubiose Fehlermeldungen. Im Gegenteil, Office präsentierte sich optisch ein klein wenig und funktional gewaltig aufpoliert. Zudem landete Microsoft mit der Einbindung aller Plattformen und Geräte auf einem immer stärker wachsenden Mobilgerätemarkt einen Volltreffer.
Zwar wird Office auch weiterhin als Dauerlizenz verkauft, die "Miet-Version" Office 365 gewinnt aber zunehmends an Bedeutung. Die "Miet-Version" bietet dabei zwei Vorteile. Einerseits werden die Programme immer automatisch auf dem neuesten Stand gehalten, andererseits hat man mehr Auswahlmöglichkeiten, wenn man Office auf mehreren Geräten benützt. Egal für welche Version man sich entscheidet: Microsoft hat endlich ein Office abgeliefert, das die User wieder lieben werden. Vielleicht besonders dann, wenn Office auch in Österreich die bisher nicht unterstützte Sprach-Assistentin Cortana anbieten wird.
Auf der nächsten Seite: Weitere Geräte-Tests