In Feldkirch trieb ein mutmaßliches Mietbetrüger-Pärchen über ein Jahr lang sein Unwesen. Sie sollen sich als Vermieter ausgegeben und potenziellen Mietern das Geld aus der Tasch gezogen haben. Vor Gericht wurde am Mittwoch nur die Frau verurteit, der Mann wurde freigesprochen.
Der Betrug lief immer nach dem selben Muster ab: Das Pärchen hatte ein Haus in Feldkirch-Tisis gemietet. Nach außen präsentierten sie sich jedoch als die Vermieter der Immobilie und tricksten ganze zwölf Interessenten aus.
Als Vermieter ausgegeben
Sie brachten ihre Opfer dazu, die und die erste Monatsmiete für das Objekt zu bezahlen. Zum Einzugstermin gaben sie jedoch an, doch nicht ausziehen zu können, da in der neuen Wohnung ein Wasser- und Schimmelschaden vorhanden sei. Der Mietvertrag wurde dann wieder storniert und gekündigt.
Die Kaution und die erste Monatsmiete sahen die Opfer trotz vorheriger Vereinbarung nie wieder. Die Staatsanwaltschaft ermittelte, sechs Geschädigte führten schließlich den Prozess gegen das Paar.
Nur Frau verurteilt
Schuldig gesprochen wurde am Mittwoch jedoch nur eine Hälfte des Pärchens. Der Mann soll vom Betrug seiner damaligen Freundin nichts gemerkt haben, er wurde im Zweifel freigesprochen. Die Frau erhielt eine unbedingte Geldstrafe von 1.200 Euro.
Das Urteil fiel aufgrund ihres Geständnisses, ihrer Unbescholtenheit und der teilweisen Schadenswiedergutmachung milde aus. Forderungen von mehr als 10.000 Euro sind dennoch noch offen, das sind unter anderen Mietausfälle für die tatsächlichen Besitzer des Hauses.