Mietpreise – massive Teuerung in diesem Bundesland

Die Mietpreise in Österreich sind trotz Corona in den meisten Bundesländern gestiegen.
Die Mietpreise in Österreich sind trotz Corona in den meisten Bundesländern gestiegen.Getty Images/iStockphoto
Trotz der wegbrechenden Einnahmen durch die Corona-Pandemie sind die Mieten in einigen Bundesländern seit letztem Jahr wieder teurer geworden.

Wohnen wird auch nach einem Jahr Corona immer teurer. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kam eine Erhebung des Onlineportals immowelt.at. Ein aktueller Vergleich zeigt, Salzburg überholt Tirol und Vorarlberg nach einem Mietanstieg um mehrere Prozentpunkte und ist nun das teuerste Bundesland Österreichs. Den größten Anstieg gab es aber im Burgenland. Die Details:

Bei der Erhebung wurden die Mietpreise von Wohnungen in den einzelnen Bundesländern im ersten Quartal 2021 mit jenen im Vergleichszeitraum des Vorjahres verglichen. Nach einem Mietanstieg von 4 Prozent ist Salzburg demnach das teuerste Bundesland in Österreich. Der Quadratmeter in einer Mietwohnung kostet aktuell im Schnitt 15,10 Euro.

Salzburg am teuersten

Die stetig steigenden Einwohnerzahlen zeigen: Das Bundesland Salzburg samt gleichnamiger Landeshauptstadt sind beliebt und überzeugen mit hoher Lebensqualität. Die steigende Nachfrage führt trotz Corona-Pandemie zu weiter steigenden Gesamtmieten. Zwar wird im ganzen Land rege gebaut, doch laut der Analyse sind die neu errichteten Wohnungen häufig exklusiv und teuer, so dass sie das Preisniveau weiter nach oben treiben.

15-Euro-Marke zweifach geknackt

Anders als in Salzburg haben sich die Mieten in Tirol, Vorarlberg und Wien kaum verändert. Nach einem Plus von 1 Prozent beträgt der Mietpreis in Vorarlberg um 15 Euro pro Quadratmeter. Damit ist Vorarlberg neben Salzburg das einzige Bundesland, das die 15-Euro-Marke geknackt hat. Tirol bleibt noch knapp darunter: Die Angebotsmieten haben sich im vergangenen Jahr nicht verändert und verharren bei 14,90 Euro pro Quadratmeter. Die Vermutung: Der ausbleibende Tourismus könnte den Preis stagnieren lassen.

Nur geringer Anstieg in Wien

In der Bundeshauptstadt Wien wächst die Bevölkerung seit Jahren stetig, was lange zu steigenden Preisen auf dem freien Wohnungsmarkt führte. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich die Gesamtmieten allerdings stabilisiert. Mit einem leichten Anstieg liegt der Quadratmeterpreis hier bei 14,20 Euro. Wien landet mit dieser von immowelt.at ermittelten Angebotsmiete auf Platz 4 im Bundeslandvergleich.

In der Steiermark gehen die Mieten sogar um 5 Prozent auf 10,40 Euro pro Quadratmeter zurück. Der Digitalisierungszwang durch die Pandemie hätte einen geringeren Zuzug von Studenten in die Universitätsstadt Graz zur Folge, was einer der Gründe für die Veränderung sein könnte.

Plus 16 Prozent im Burgenland

Den größten Mietzuwachs hingegen zeigt das Burgenland: Durch einen Anstieg von 16 Prozent steigen dort die Angebotsmieten von 8 Euro auf 9,30 Euro pro Quadratmeter. Damit holt das Burgenland zu den anderen Bundesländern auf, bleibt aber auf dem letzten Platz.

Immowelt erklärt: Die ländliche Region gewinne an Attraktivität, was zu mehr Bauprojekten führe. Die entstehenden, teuren Neubauten würden zunehmend auf den Markt drängen. Trotz des höchsten Anstiegs ist das Wohnen im östlichsten Bundesland aber weiterhin am günstigsten.

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