Migrationsexperten: Zuwanderung muss gezielt sein

Bild: Alexander Tuma

Der Migrationsrat hat am Mittwoch im Innenministerium den Migrationsbericht vorgestellt. Darin wird von mehreren Experten des Gremiums gezielte Zuwanderung gefordert, um den sozialen Frieden nicht zu gefährden. Innenminister Wolfgang Sobotka, dem der Bericht überreicht wurde, schlug eine parlamentarische Enquete vor.

Paul Lendvai, Vorsitzender des Migrationsrats, überreichte Sobotka den Bericht des weisungsfreien "Migrationsrats für Österreich" im Innenministerium. Zentrale Forderung war, dass Systeme wie Bildung, Arbeitsmarkt und öffentliche Sicherung in Balance bleiben müssen.

Gezielte Zuwanderung qualifizierter Menschen

Der frühere IHS-Chef Bernhard Felderer, Leiter des zuständigen Arbeitsfeldes im Migrationsrat, sagte, die Wirtschaft benötige gezielte Zuwanderung von qualifizierten, erwerbstätigen Menschen.

Auch der Ex-Caritas-Präsident Franz Küberl forderte für seinen Bereich (Gesundheit und Pflege) eine gezielte Zuwanderung zur Deckung des Bedarfs an Pflegekräften. Um einem Ärztemangel entgegen zu wirken, müsse aber auch die Abwanderung von Medizinern und medizinischem Personal verhindert werden.

Der Migrationsrat forderte zudem langfristige Maßnahmen zur Entwicklung von Demokratie und Stabilität in den Herkunftsländern.

Sobotka: "Gesamtstaatliche Aufgabe"

Wolfgang Sobotka schlug eine parlamentarische Enquete zum Thema vor. Es handle sich um eine gesamtstaatliche Aufgabe, hielt er bei der Überreichung des Berichts fest. "Der Bericht soll als inhaltliche Grundlage für langfristige Migrationsstrategien dienen", erklärte der Ratsvorsitzende Lendvai.

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