Mikl-Mitarbeiter entschuldigt sich halbherzig

Nachdem ein brisantes Video rund um einen handgreiflichen Mitarbeiter von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner am Wochenende für Aufregung sorgte, entschuldigte sich dieser am Montag offiziell. Im Video war zu sehen, wie er eine freiwillige Helferin in Nickelsdorf nach einer hitzigen Dikussion tätlich angreift.

Nachdem ein brisantes Video rund um einen handgreiflichen Mitarbeiter von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner am Wochenende für Aufregung sorgte, entschuldigte sich dieser am Montag offiziell. Im Video war zu sehen, wie er eine freiwillige Helferin in Nickelsdorf nach einer hitzigen Diskussion.

Die freiwillige Helferinnen und Aktivistinnen haben bei einem spontanen Besuch Mikl-Leitners in Nickelsdorf am Samstagvormittag die Frage gestellt: "Schämen Sie sich nicht?" Ein Mitarbeiter der Ministerin schritt ein und stößt eine Frau nach einem aufgebrachten Wortwechsel zu Boden.

Das ganze wurde auf Video festgehalten und sorgte für große Aufregung. Die ÖVP warf den Aktivistinnen vor, Hetze gegen die Ministerin zu betreiben, diese wiederum wollten den handgreiflichen Mitarbeiter unverzüglich anzeigen.

Halbherzige Entschuldigung

Am Montag folgte nun die Entschuldigung des Ministerialreferenten. Laut "orf.at" sagte der betroffene Mitarbeiter zur APA: "Meine Reaktion war nicht richtig." Er will die beiden Aktivistinnen auch persönlich treffen und ein klärendes Gespräch führen.

Ganz reumütig wirkte der Mitarbeiter der Ministerin aber nicht: Er sehe die Situation anders. Die Ministerin und ihre Gefolge seien direkt nach der Ankunft "aus dem Nichts" und "auf übelste Weise" beschimpft worden. "Für mich war das völlig unverständlich. Wir waren ja nur da, um Danke zu sagen und zu fragen, woran es noch fehlt."

"Körperlich attackiert gefühlt"

Durch die Beschimpfungen, Dränglereien und Schreie "habe er das Gefühl gehabt, dass er körperlich attackiert werde". Seine Reaktion sei eine Abwehrreaktion gewesen, die ihm aber trotzdem leidtut. "Da habe ich falsch reagiert."

Auch er selbst sei verletzt worden, ein Mann habe ihm einen Faustschlag in die Rippen und einen kräftigen Schlag auf die Schulter beigebracht, der Arzt habe Prellungen festgestellt.

Internet auf seiner Seite

Im Netz stehen die meisten Menschen auf der Seite des Mitarbeiters. "Bei aller Liebe für die wirklich wichtigen Taten der zahlreichen HelferInnen, aber in welchem unsozialisierten Umfeld muss man bitte aufgewachsen sein, um die Innenministerin eines Staates derart zu attackieren und sie zu fragen "Was haben Sie hier zu suchen?" - Ähm nun ja...sie ist die Innenministerin und es ist ihr Job hier zu sein, auch wenn sie (verständlicherweise!) vielleicht nicht alle Herausforderungen der letzten Wochen herausragend gemeistert hat? Wo leben eigentlich manche AktivistInnen?!" fragt ein User auf Youtube.

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