Die letzten "News" auf der Webseite sind mehr als zwei Jahre alt: "Wir erweitern unser Sortiment mit tollen neuen Marken", steht da. Dazu wird es jetzt wohl nicht mehr kommen.
Für die beiden verbundenen Unternehmen Bruno Kühne Großhandel mit Barfuß-Schuhen und Schuhe wie barfuß Handels GmbH gibt es keine Zukunft mehr, das berichtet vol.at. Wie aus der Insolvenzdatei hervorgeht, haben die zuständigen Insolvenzverwalter die Schließung der Feldkircher Firmen beantragt. Das Landesgericht Feldkirch hat diese inzwischen angeordnet.
Von der Schließung sind mehrere Standorte in Vorarlberg und anderen Teilen Österreichs betroffen.
Für die Gläubiger zeichnet sich bereits jetzt ein hoher finanzieller Schaden ab. Nach Angaben von Özlem Solmaz vom KSV1870 Vorarlberg belaufen sich die anerkannten Forderungen im Insolvenzverfahren der Bruno Kühne Großhandel mit Barfuß-Schuhen bereits auf mehr als 1,5 Millionen Euro, so vol.at.
Betroffen sind 58 Gläubiger, darunter zwölf Dienstnehmer. Als das Verfahren Mitte Februar 2026 eröffnet wurde, waren zunächst Forderungen von rund 820.000 Euro bekannt.
Beim zweiten Unternehmen, der Schuhe wie barfuß Handels GmbH, ist das Insolvenzverfahren noch vergleichsweise jung. Es wurde erst Anfang Juli 2026 eröffnet, der Antrag auf Schließung folgte bereits eine Woche später.
Zum Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung war von Verbindlichkeiten in Höhe von 156.000 Euro und fünf betroffenen Mitarbeitern die Rede. "Die Höhe der Verbindlichkeiten dürfte sich aller Voraussicht nach noch ausweiten", so Solmaz. Laut den Jahresabschlüssen war das Unternehmen bereits 2023 und 2024 deutlich überschuldet.
Die beiden Insolvenzverwalter haben inzwischen mit der vollständigen Verwertung der Warenlager und der Büroausstattung an den verschiedenen Standorten begonnen. Das geht aus der Ediktsdatei hervor.
Das Großhandelsunternehmen wurde 1999 gegründet. Die Schuhe wie barfuß Handels GmbH folgte 20 Jahre später. Alleiniger geschäftsführender Gesellschafter beider Unternehmen ist Bruno Kühne.