Die Krise am Immobilienmarkt fordert ein weiteres Opfer. Über die PK Immobilien Holding GmbH mit Sitz in Seeboden am Millstätter See (Kärnten) wurde am Montag ein Konkursverfahren eröffnet. Das Verfahren am Landesgericht Klagenfurt geht auf einen Eigenantrag des Unternehmens zurück.
Das gab der Österreichische Verband Creditreform bekannt. Die Passiva der Gesellschaft belaufen sich demnach auf rund 4,7 Millionen Euro. Von der Insolvenz sind 24 Gläubiger betroffen. Im Unternehmen sind derzeit zwei Dienstnehmer beschäftigt.
Die PK Immobilien Holding GmbH wurde 2006 gegründet. Ursprünglich lag der Zweck des Unternehmens bei Dienstleistungen rund um die Errichtung und den Betrieb von Miet-Immobilien sowie bei Beteiligungen an Firmen aus diesem Bereich.
Später verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend auf Unternehmensbeteiligungen und Development-Fachdienstleistungen. Ab 2018 beteiligte sich die Gesellschaft unter anderem an Projektgesellschaften für das österreichweit größte private Gesundheitszentrum sowie für hochwertige Wohnprojekte in Wien.
Als Gründe für die finanzielle Schieflage nennt die Schuldnerin mehrere Entwicklungen der vergangenen sechs Jahre. Dazu zählen Lockdowns, Verzögerungen bei Behörden, die abrupte Zinswende, stark gestiegene Baukosten sowie der Einbruch am Käufer- und Investorenmarkt. Auch die geopolitische Lage wird angeführt.
Ab 2024 seien die Transaktionszahlen in diesem Geschäftsfeld deutlich eingebrochen. Wertberichtigungen und Restrukturierungen bei Projekten seien dadurch notwendig geworden.
Die Lage habe sich laut Angaben der Schuldnerin ab Beginn des Jahres 2026 entgegen den Erwartungen weiter verschärft. Besonders betroffen sei der Wiener Immobilienmarkt gewesen. Insolvenzen von Wohnprojekten ab dem zweiten Quartal 2026 hätten weitere Wertberichtigungen bei Projektbeteiligungen notwendig gemacht.
Die vorhandenen Aktiva bestehen aus Liegenschaftsmiteigentum und verschiedenen Beteiligungen.
Ob die PK Immobilien Holding GmbH weitergeführt werden kann, ist derzeit offen. Der Insolvenzverwalter muss nun beurteilen, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Fortführung im Interesse der Gläubiger wirtschaftlich sinnvoll und möglich ist.
Gläubiger können ihre Forderungen über den Österreichischen Verband Creditreform bis zum 2. November 2026 anmelden. Die erste Gläubigerversammlung sowie die Berichts- und Prüfungstagsatzung sind am Landesgericht Klagenfurt für den 16. November 2026 angesetzt.