Wiener Schwarzenbergplatz

Millionen-Sanierung: Hochstrahlbrunnen bleibt trocken

Der 1873 errichtete Hochstrahlbrunnen ist in die Jahre gekommen. Bausubstanz und Technik brauchen dringend Zuwendung. Kosten: 12 Mio. Euro.
Wien Heute
22.02.2026, 15:28
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Der Brunnen wurde 1873 mit der Ersten Wiener Hochquellenleitung eröffnet – und steht seither für die moderne Wasserversorgung der Stadt. Nach über 150 Jahren sind Bausubstanz und Technik jedoch stark beschädigt. Eine Studie zeigte: Eine Generalsanierung ist unumgänglich.

Das Wahrzeichen am Schwarzenbergplatz muss in die Kur: Der berühmte Hochstrahlbrunnen wird ab Ende 2027 umfassend saniert. Bis zum Start der Brunnensaison 2029 bleibt das historische Denkmal außer Betrieb.

Sanierung kostet 12 Millionen Euro

Für Planung und Umsetzung sind zwischen 2026 und 2029 insgesamt 12 Millionen Euro vorgesehen. Die Arbeiten erfolgen in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt, das historische Erscheinungsbild bleibt erhalten. Das Steinmaterial wird abgetragen, instand gesetzt und originalgetreu neu aufgebaut.

"Kühle Oase für die Wiener"

"Der Hochstrahlbrunnen ist ein eindrucksvolles Symbol für die hochwertige Wasserversorgung in Wien, das die Menschen bei Tag und Nacht begeistert. Die Sanierung dieses historischen Denkmals sichert den Betrieb für künftige Generationen und bewahrt damit eine kühle Oase für die Wienerinnen und Wiener und eine touristische Attraktion mitten in der Stadt", so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SP).

Kaiser eröffnete Brunnen

Der Hochstrahl schoss erstmals am 24. Oktober 1873 in die Höhe – eröffnet von Kaiser Franz Josef. Die Gestaltung ist astronomisch durchdacht: 365 kleine Düsen stehen für die Tage des Jahres, zwölf hohe Strahlen für die Monate, 24 niedrige für die Stunden.

"Die Inbetriebnahme des Hochstrahlbrunnens markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Wiener Wasserversorgung. Seither bringt die I. Hochquellenleitung der Stadt frisches Quellwasser. Das war ein Fortschritt für die öffentliche Gesundheit und die moderne städtische Infrastruktur", sagt Wiener-Wasser-Chef Paul Hellmeier.

Betrieb bis Herbst 2027

Heuer läuft der Brunnen regulär – jedes Jahr vom Weltwassertag am 22. März bis zur Winterpause im Herbst. Mit einem Durchmesser von rund 40 Metern zählt er zu den eindrucksvollsten Brunnenanlagen Wiens. Die Höhe der Fontäne wird per Sensor je nach Wind gesteuert, nachts sorgt LED-Lichttechnik für Farblichtspiele. Ab Ende 2027 heißt es dann vorübergehend: Wasser abgedreht – damit das Wahrzeichen für die nächsten Generationen erhalten bleibt.

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