Bei einem Selbstmordanschlag mit einer Autobombe auf einen Kontrollposten im Nordwesten von Pakistan sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Laut dem pakistanischen Militär waren unter den Toten zwölf Soldaten, zwei Polizisten und ein Mitarbeiter der Regierung. Der Angriff passierte im Bezirk Tank, der zur Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan gehört. Die Angreifer haben ein Auto, das mit Sprengstoff beladen war, gegen die Außenmauer des Kontrollpostens gelenkt und zur Explosion gebracht. Die Anlage wurde dabei schwer beschädigt. Während des Angriffs konnten die Sicherheitskräfte laut Armeeangaben zwölf bewaffnete Kämpfer töten.
Zu dem Anschlag hat sich vorerst keine Gruppe bekannt. In Khyber Pakhtunkhwa sind vor allem die pakistanischen Taliban, die sogenannte Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), besonders aktiv.
Die Regierung in Islamabad macht für die steigende Gewalt in den Grenzregionen Extremistengruppen verantwortlich, die von Afghanistan aus agieren. Die dortige Taliban-Regierung weist diese Vorwürfe zurück.
Der Streit zwischen den beiden Nachbarländern hat in den letzten Monaten immer wieder zu heftigen Gefechten an der Grenze geführt. Pakistan hat außerdem Ziele in Afghanistan aus der Luft angegriffen. Islamabad erklärte, dass sich diese Angriffe gegen Extremisten gerichtet hätten. Laut der Taliban-Regierung in Afghanistan und den Vereinten Nationen wurden dabei aber dutzende Zivilisten getötet.