Nach Monaten relativer Ruhe hat Pakistan in der Grenzregion zu Afghanistan erneut Luftangriffe geflogen. Die Angriffe richteten sich laut dem pakistanischen Informationsminister Attaullah Tarar gegen vier Ziele und forderten zahlreiche Todesopfer.
Die afghanische Taliban-Regierung teilte mit, dass bei den Angriffen insgesamt 13 Menschen getötet wurden, darunter 11 Kinder. Die Bombardements trafen die Provinzen Kunar, Khost und Paktika. Pakistans Regierung begründete das Vorgehen mit jüngsten Terroranschlägen auf eigenem Staatsgebiet.
Seitens Pakistan heißt es, dass es sich um gezielte Schläge gegen Verstecke und Trainingslager von Terroristen gehandelt habe. Gleichzeitig wies die Taliban-Regierung erneut zurück, Extremisten Unterschlupf zu gewähren.
Erst im Oktober vergangenen Jahres hatten sich beide Länder auf eine Waffenruhe geeinigt, nachdem im Februar Hunderte Menschen bei Grenzgefechten ums Leben gekommen waren. Seitdem kam es immer wieder zu einzelnen Zusammenstößen.
Internationale Stimmen fordern weiterhin eine Deeskalation und den Schutz der Zivilbevölkerung. Die Regierungen beider Länder stehen unter Druck, erneute Gewalt zu verhindern und die Sicherheit in der Region zu gewährleisten.