Der 15-Jährige, der in Ängelholm mehrere Autos anzündete, sagte gegenüber der Polizei, er sei Mitglied einer Art Kult. Er berichtete, für seine Tat viel Respekt und Anerkennung erhalten zu haben: „Belohnung, ja, von vielen Leuten. Sie respektieren mich sehr – sie denken aus diesem Grund, dass ich ein Erwachsener bin.“
Während des Brandanschlags im November des Vorjahres übertrug der Jugendliche seine Tat live im Internet. Mehrere Mitglieder seines Netzwerks feuerten ihn an und forderten weitere Brandstiftungen: „Du bist nicht fertig, du bist nicht fertig.“ Nach der Tat wandten sich andere Jugendliche an ihn, um Tipps für schwere Straftaten zu erhalten, wie er der Polizei erzählte.
Der Jugendliche war Teil mehrerer Netzwerke, darunter eine Gruppe namens 764. In diesen Gruppen brüstete er sich damit, „Ich bin ein Kind, das Terror verursacht“. Schwedische Behörden sprechen bei solchen Zusammenschlüssen von ‚gewaltverherrlichender Misanthropie‘, in denen Gewalt zum Selbstzweck wird und online verbreitet wird.
Der schwedische Sicherheitsdienst Säpo erklärte, dass die Ideologie bei solchen Gruppen oft in den Hintergrund trete und die Gewalt selbst zum Hauptmotiv werde. Jonathan Svensson, Pressesprecher bei Säpo, sagte dazu: „Seit einer Reihe von Jahren haben wir beim Sicherheitsdienst eine Entwicklung gesehen, bei der die ideologische Überzeugung nicht mehr so stark wie früher ist, sondern die Gewalt als solche der Antrieb sein kann.“
Der 15-Jährige ist wegen Brandstiftung, versuchter Brandstiftung, Vandalismus und Kinderpornografie angeklagt. Der Prozess findet vom 9. bis 17. Juni am Bezirksgericht Helsingborg statt.