Ein schwerer Angriff auf einen Polizei-Kontrollpunkt hat Pakistan in der Nacht auf Sonntag erschüttert. Im Nordwesten des Landes kamen laut Behörden mindestens zwölf Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt.
"Ein Selbstmord-Attentäter habe in der Nacht zu Sonntag ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in einen Polizei-Kontrollpunkt in der Gegend von Fateh Khel im Bezirk Bannu gesteuert", sagte Muhammad Sajjad Khan von der örtlichen Polizei der Nachrichtenagentur AFP. Unmittelbar danach hätten mehrere Bewaffnete das Gelände unter Beschuss genommen.
Bei den Toten handle es sich laut Behörden um Polizeibeamte. Ein weiterer Beamter werde noch vermisst. Ein hochrangiger Behördenmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, erklärte zudem, bei dem Angriff seien neben schweren Waffen auch kleine Drohnen eingesetzt worden. Außerdem hätten die Täter beim Rückzug Polizisten sowie Waffen der Sicherheitskräfte mitgenommen.
Die Region Bannu liegt in der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan. Dort kommt es immer wieder zu Angriffen durch Aufständische. Die Taliban-Regierung in Kabul weist die Vorwürfe Pakistans zurück, Afghanistan diene militanten Gruppen als Rückzugsort.