Terrorwelle

Über 70 Tote bei neuen Angriffen in Mali

Bei Angriffen dschihadistischer Gruppen im Zentrum Malis sind laut Behörden in wenigen Tagen über 70 Menschen getötet worden.
Newsdesk Heute
10.05.2026, 07:42
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Im Zentrum von Mali hat es wieder eine schwere Angriffswelle durch dschihadistische Kämpfer gegeben. Laut örtlichen Angaben wurden dabei dutzende Menschen getötet. Zu den Angriffen hat sich die Dschihadistenmiliz JNIM bekannt, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahesteht. Das wurde am Samstag aus Sicherheitskreisen bestätigt. Schon am Mittwoch hat die Gruppe bei Angriffen in den Ortschaften Kori Kori und Gomossogou mindestens 30 Menschen getötet.

Ein Vertreter der lokalen Behörden teilte mit, dass die jüngsten Angriffe in den Dörfern Kouroude und Dougara die Gesamtzahl der Todesopfer in den letzten Tagen auf über 70 erhöht haben. Ein anderer Vertreter sprach sogar von 80 Toten.

"Die JNIM nimmt Dörfer ins Visier, die sich geweigert haben, örtliche Vereinbarungen zu unterzeichnen", hieß es aus Sicherheitskreisen.

"Unsere Herzen bluten", sagte ein örtlicher Jugendvertreter. Er warf der Armee vor, nicht zur Hilfe gekommen zu sein.

Die Angriffe fanden rund zwei Wochen nach einer großen gemeinsamen Offensive der JNIM und der Tuareg-Rebellengruppe FLA gegen Stellungen der Militärregierung in Mali statt. Dabei wurden mehrere Städte und Dörfer im Norden eingenommen, darunter auch die strategisch wichtige Stadt Kidal.

Mali erlebt seit Jahren Gewalt durch dschihadistische Gruppen, separatistische Rebellen und bewaffnete Milizen. Nach zwei Militärputschen in den Jahren 2020 und 2021 steht die Militärregierung durch die aktuellen koordinierten Angriffe immer mehr unter Druck. Seit dem Abzug westlicher Soldaten im Jahr 2023 setzt die Regierung stärker auf Unterstützung aus Russland.

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