Zusammen mit Dschihadisten

Tuareg-Rebellen lehnen sich gegen Russland auf

Tuareg-Rebellen fordern Russlands Rückzug aus Mali, während Angriffe auf die Militärregierung die Lage im Land weiter zuspitzen.
Newsdesk Heute
29.04.2026, 14:47
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Die Tuareg-Rebellen in Mali fordern Russland auf, sich komplett aus dem westafrikanischen Land zurückzuziehen. "Unser Ziel ist der dauerhafte Rückzug Russlands aus Azawad und ganz Mali", sagte der Sprecher der Tuareg-Rebellengruppe FLA, Mohamed Elmaulud Ramadan, am Mittwoch in Paris zur Nachrichtenagentur AFP. Die Rebellen hätten "alle Konfrontationen gewonnen, die wir mit den Russen hatten", betonte Ramadan.

Russland unterstützt mit seiner paramilitärischen Einheit Afrikakorps die Militärregierung in Mali. Am Wochenende griffen Dschihadisten und Tuareg-Rebellen im ganzen Land Stellungen der Militärjunta an und übernahmen dabei die Kontrolle über die wichtige Stadt Kidal im Norden. Die FLA und die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete islamistische Gruppe JNIM bekannten sich zu den Angriffen.

Mit Blick auf die Militärregierung in Bamako sagte FLA-Sprecher Ramadan, diese werde "früher oder später fallen". "Sie haben keine Möglichkeit, sich an der Macht zu halten", betonte er. Angesichts der Offensive der FLA zur Rückeroberung des Gebiets Azawad im Norden Malis einerseits und einer Offensive der Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM) auf Bamako und andere Städte andererseits werde "die Junta nicht standhalten können", sagte Ramadan AFP.

Mali wird seit Jahren von Gewalt erschüttert. Seit den Putschen 2020 und 2021 herrscht das Militär und sieht sich einer Rebellion islamistischer Extremisten gegenüber. Immer wieder gibt es Anschläge und Angriffe auf Regierungstruppen. Auch kriminelle Banden sind aktiv. Die koordinierten Angriffe vom Wochenende hatten laut Experten eine neue Qualität.

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